Grenzöffnung und Wandel der Region: Zwei neue Ausstellungsbereiche öffnen

Mit zwei neuen Ausstellungsbereichen geht des Zonengrenzmuseum konzeptionell neue Wege. Bürger können mitwirken.

Die Grenzöffnung war ein besonderer Moment insbesondere für Helmstedt und die Region.
Die Grenzöffnung war ein besonderer Moment insbesondere für Helmstedt und die Region. | Foto: Günter Mach/Landkreis Helmstedt

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Helmstedt. Am 9. November jährt sich die Öffnung der Grenze zwischen der DDR und der alten Bundesrepublik im Herbst 1989 zum 37. Mal. Das Zonengrenzmuseum gedenkt dieses Tages mit der Einweihung von zwei neuen Ausstellungsbereichen, wie die Helmstedter Landkreisverwaltung in einer Pressemitteilung ankündigt. Zum einen wurde der Bereich neu gestaltet, der die Friedliche Revolution und die Herstellung der staatlichen Einheit Deutschlands 1989/1990 thematisiert. Titelgebend ist jener Ausruf der Freude und des Erstaunens, der damals häufiger als alle anderen angesichts des rasanten Umbruchs in der DDR zu vernehmen war: „Wahnsinn!“.



Zum anderen wird erstmals die Ausstellung „Zukunft finden“ gezeigt. Diese Präsentation widmet sich der Entwicklung der Grenzregion rund um Helmstedt seit 1990 vom Hotspot des Kalten Krieges zur Landschaft inmitten eines tiefgreifenden Strukturwandels. Sie berichtet vom Aufbruch in Euphorie, von praktischen Problemen und vom solidarischen Miteinander zwischen Ost- und Westdeutschen. Sie handelt aber auch vom Abschied von den Alliierten in Helmstedt, von Verlustempfindungen auf beiden Seiten der ehemaligen Grenze und von den Schwierigkeiten des Zusammenwachsens nach Jahrzehnten der Teilung. Kuratiert hat diese Ausstellung die Museologin Susanne Therese Otto.

Es soll eine Mitmach-Ausstellung entstehen


Das Zonengrenzmuseum geht mit dieser Ausstellung neue Wege. Die ab dem 9. November 2026 gezeigte Ausstellung stellt nur den Startpunkt einer sich wandelnden Schau dar. Im Laufe der kommenden Monate und Jahre sollen immer wieder neue Themen und Komponenten hinzukommen, andere auch durch neue Aspekte ersetzt werden. Die neuen Elemente werden jeweils von Bürgern oder auch Schülern aus der Region entwickelt, so dass die Präsentation nach und nach zu einer Mitmach-Ausstellung mutiert.

Insofern sei die Einladung zur Ausstellungseröffnung eine doppelte: Zunächst zur Eröffnungsfeier, dann jedoch auch zur Mitwirkung an der Weiterentwicklung der Ausstellung. Der neue Landrat des Landkreises Helmstedt, Malte Schneider, wird die Gäste der Eröffnungsfeier begrüßen, der Museumsleiter Dr. Matthias Meinhardt und die Kuratorin Susanne Therese Otto übernehmen die Einführung in die Ausstellung. Victoria und Alexander Manthey-Romei setzen den musikalischen Rahmen. Bei Erfrischungen und kleinen Stärkungen gibt es Gelegenheit zum Austausch und zum Rundgang durch die Ausstellung.

Die Veranstaltung beginnt am Montag, 9. November, um 18 Uhr im Zonengrenzmuseum am Südertor 6, 38350 Helmstedt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

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