"Verkehrsführung auf dem Schlossplatz": Das sagt die Politik dazu

von Anke Donner




Wolfenbüttel. Und weiter geht es mit den Stellungnahmen der Wolfenbütteler Politik zu ausgewählten Projekten des Innenstadtentwicklungskonzepts. In den vergangenen Tagen bezogen die Ratsherren Stellung zu den Projekten “Erweiterung des Einzelhandel-Angebotes”, "Erlebnis Wasser", “Schaffung von Wohnraum für Studierende" und ”Hotelbau Klosterkarree als Pilotprojekt”. Auch zum nächsten Projekt unserer Serie beziehen Rudolf Ordon (FDP), Werner Heise (Piratenpartei), Markus Brix (Bündnis90/Die Grünen), Jan Schröder (SPD) und Prof. Dr. Christoph Helm Stellung. 

Thema heute: "Verkehrsführung auf dem Schlossplatz".


Zum Projektvorhaben: Die Verkehrsführung soll in den folgenden Jahren optimiert und der Platz neu gestaltet werden. Eine Nutzung des Schlossplatzes als Parkplatz soll entfallen. Ein ganzheitliches Verkehrskonzept für den Bereich soll erstellt werden und sieht eine Umleitung des Verkehrs in zwei Varianten vor. Der Verkehr soll beruhigt werden und die Fahrgassen sollen ohne Bordsteine ebenerdig in die Platzgestaltung integriert werden. Alle Projekte finden Sie hier im Blickpunkt der Stadt.


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Rudolf Ordon. Foto: FDP



"Eine Verschwenkung der Straße vorbei am Schloss lehne ich ab, dies würde zu mehr Lärm für die Schule, das Museum und die Bundesakademie führen und ein Gefährdungspotenzial für die Schüler schaffen. Auch die Absenkung der Bordsteine senkt das Sicherheitsgefühl der Bürger und ist deshalb nicht sinnvoll. Der Platz sollte weiterhin nicht als Parkplatz genutzt werden. Touristenbusse können zum Aus- und Einsteigen wie bisher den Platz am neuen Bürgermuseum nutzen."




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Werner Heise. Foto: Privat



Werner Heise, Piratenpartei

"Hier handelt es sich um einen Vorschlag der erst genau diskutiert und geprüft werden muss. Wir können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkrete Einschätzung dazu abgeben. Ein vorschnelles Zustimmen oder gar eine tendenzielle Ablehnung käme der Arbeit und den Ideen der sich damit befassenden Gruppe nicht gerecht."




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Markus Brix stellte den Antrag für seine Fraktion. Foto: Grüne



Markus Brix, Bündnis 90/Die Grünen

"Auch dies ist ein Projekt zu dem sehr gute Pläne bereits seit Jahren in den Schubladen des Bau- und Planungsamtes, aber auch in der Bibliothek schlummern. Wir bevorzugen klar die Variante 1, glauben aber, dass diese unbedingt um die Einbeziehung der Straße "Schlossplatz" (um die Jahnturnhalle herum) und des "Paul-Raabe-Platzes" zu ergänzen ist. - Nur wenn das Quartier als Ganzes gedacht wird, kann man zu einer sinnvollen Gesamtlösung kommen.

Außerdem können wir uns im Detail weitere Überlegungen zur Gestaltung des eigentlichen Schlossplatzes vorstellen, die helfen, diesen zu beleben und zu einem beliebten Aufenthaltsort werden zu lassen.

Die Grünen haben daher schon 2012 einen Antrag auf Ausschreibung eines Wettbewerbs zur Gestaltung der "Dammfeste" (das ist das gesamte Quartier) gestellt, dieser wurde zu Gunsten des Innenstadtentwicklungsprozesses zurückgestellt."




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Jan Schröder. Foto: SPD)



Jan Schröder, SPD

"Es ist ja jedem klar, dass es dort möglichst keine Parkplätze mehr geben soll. Da sind wir uns glaube ich alle einig.  Eine Änderung der Verkehrsführung würden wir für nicht besonders sinnvoll halten, da man dadurch die Schüler des Gymnasium gefährden würde. Das darf auf keinen Fall geschehen. Eine Verlagerung in Richtung Zeughaus würden wir für sinnvoller halten. Es bleibt aber abzuwarten, wie sich die gesamte Entwicklung des Schlossplatzes gestaltet."




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Prof. Dr. Christoph Helm. Foto: Raedlein



Prof. Dr. Christoph Helm, CDU

"Beschlusslage der CDU ist es, dass das Parken auf dem Schlossplatz entfällt, da ausreichender Parkraum im Parkhaus der sanierten Hertie-Immobilie da sein wird. Weiterhin strebt die CDU-Fraktion an, für die Neugestaltung des Schlossplatzes und damit auch der Verkehrsführung einen überregionalen Ideenwettbewerb zu generieren, in den die beiden vorgeschlagenen Varianten eingebracht werden. Vorfestlegungen sollte es dazu nicht geben."


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