Wolfenbüttel. Die Neindorfer Straße (K620) in Wolfenbüttel soll ausgebaut werden. Dafür rechnet man mit Kosten von 1,7 Millionen Euro. Was genau geplant ist, verrät die Verwaltung in einer Ratsvorlage, die erstmals am 9. November im Ortsrat Linden thematisiert wird.
Konkret geht es nur um einen Abschnitt der Neindorfer Straße. Dieser befindet sich zwischen dem Gutspark Linden und dem Kreuzungsbereich Im Pfarrkamp / Zur Oker. Aufgrund der vorhandenen Schäden soll die Straße erneuert werden. Außerdem ist eine Anhebung der Straße um bis zu 30 Zentimeter geplant. Dadurch soll die Befahrbarkeit auch bei Hochwasserlagen gesichert werden. Auch der Hochwasserschutz für die östlich angrenzenden Straßen und Grundstücke werde so verbessert.
Kein Platz für Radweg
Der Straßenquerschnitt der Neindorfer Straße besteht aus einer etwa 6,50 Meter breiten Asphaltfahrbahn, sowie beidseitig gepflasterten Gehwegen mit Breiten von etwa 1,90 Meter. Aufgrund des begrenzten Straßenquerschnitts sei die Trennung von Auto- und Radverkehr oder das Anlegen von Schutzstreifen für den Radverkehr nicht möglich, so die Verwaltung. Zwischen der Wiesenstraße und Im Pfarrkamp solle überprüft werden, ob eine Verbreiterung der Seitenräume auf 2,50 Meter möglich ist, um den Gehweg für Radfahrer freizugeben.
Im Bereich der Einmündung Wiesenstraße befinden sich auf der West- und Ostseite der Neindorfer Straße jeweils eine Bushaltestelle. Diese sollen zwischen dem Durchgang Böttcherweg und der Zufahrt zum Aldi-Markt verschoben und barrierefrei ausgebaut werden.
Seit 2025 in der Mache
Seit 2025 ist das Projekt in der Diskussion. Ende letzten Jahres wurden Vermessungsleistungen und eine Luftbildauswertung zur Kampfmittelvorerkundung beauftragt. 2025 erfolgte zudem die Bestätigung der Aufnahme in das Mehrjahresprogramm des Fördergebers. Die Planungsleistungen wurden im Mai 2026 ausgeschrieben und anschließend vergeben.
Die erforderlichen Haushaltsmittel sollen im Haushaltsentwurf 2027 und den Folgejahren berücksichtigt werden. Die Planung und die erforderlichen Abstimmungen und Genehmigungen sollen bis Mitte 2027 abgeschlossen sein. Der Maßnahmenbeschluss ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen. Die Ausschreibung soll in 2028 erfolgen und der Bau in den Jahren 2028 und 2029 erfolgen.
Hohe Fördersumme erwartet
Eine erste Kostenschätzung soll auf Grundlage der Entwurfsplanung erstellt werden. Der Kostenrahmen für Planung und Bau liege in der Größenordnung von 1,7 Millionen Euro. Doch die Verwaltung weist darauf hin, dass man fest mit Fördergeldern rechnet. In der Maßnahme würden die barrierefreien Bushaltestellen mit bis zu 87,5 Prozent, sowie der Ausbau der Straße im Übrigen mit bis zu 60 Prozent gefördert, jeweils bezogen auf die förderfähigen Kosten. Die Anträge hierzu sollen entsprechend des Planungsverlaufs eingereicht werden. Einnahmen aus Förderung würden nach derzeitigem Stand in der Größenordnung von 790.000 Euro erwartet.

