Kreis Wolfenbüttel. Nach neun Wochen Bauzeit haben Bergleute der Asse-GmbH ein wichtiges Ziel der Sanierungsarbeiten erreicht: Bei einem neu angelegten Wegabschnitt zwischen 750 und 775 Meter Tiefe konnten mit einem so genannten Durchschlag die entscheidenden letzten Meter fertiggestellt werden. Ein Durchschlag bezeichnet die Verbindung einer neu angelegten Strecke mit dem Grubengebäude.
Aus Sicherheitsgründen musste die Asse-GmbH den ehemaligen Fahrweg mit Beton verfüllen und durch einen neuen ersetzen. Der Weg führt in die tieferen Bereiche des Bergwerkes unterhalb der 750-Meter-Ebene. Durch den Gebirgsdruck war der ehemalige Wendelabschnitt so stark beschädigt worden, dass Gefahren für die Mitarbeiter drohten, wie das Bundesamt für Strahlenschutz im Juli informierte.
Während der gesamten Dauer der Arbeiten war der alte Weg für Fahrzeuge und die Belüftung verschlossen. Alle Arbeiten unterhalb der 750-Meter-Ebene mussten unterbrochen werden. Da es sich bei der sanierten Strecke nicht um stark befahrene Arbeitsbereiche handelt, fielen die Einschränkungen für den laufenden Betrieb geringer aus als bei der vergangenen Wendelsanierung 2012/2013.
Mit der Wendelstrecke bezeichnen Bergleute den Hauptfahr- und Belüftungsweg der Schachtanlage Asse. Seit den 70er Jahren verbindet dieser Weg über drei Kilometer weit alle Ebenen des Bergwerks. Erst durch diese Hauptverkehrsachse wurde der Einsatz von Fahrzeugen im gesamten Grubengebäude ermöglicht.
Asse GmbH: Erfolgreiche Wendelsanierung
| Foto: Marc Angerstein
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