Wolfenbüttel. Mehr als 200 Zuschauer sahen am ersten Kampftag sehr gute Kämpfe der 12 teilnehmenden Vereine die um den Residenzpokal der Stadt Wolfenbüttel buhlen .
18 Wertungskämpfe, von den Zehnjährigen bis hin zu den Männern im Superschwergewicht, brachten bei den zahlreichen Boxfans tolle Stimmung. Von den sieben Boxern die vom BAC eingesetzt werden konnten, mussten sich nur zwei geschlagen geben. Deutlich war das Urteil bei dem 15-jährigen Ahmet Cicek (BAC) gegen den Braunschweiger Drini Donar. Der Wolfenbüttler stürmte mit viel Mut immer wieder nach vorn und vernachlässigte dabei jegliche Technik. Somit lief er in viele Konter des Braunschweigers und musste am Ende die deutliche Niederlage eingestehen. Da es sich jedoch erst um den zweiten Wettkampf des Wolfenbütteler Nachwuchsboxer handelte, sind die Trainer zuversichtlich das der fleißig trainierende Ahmet in Zukunft auch noch seine Erfolge haben wird.
Deutlich knapper fiel das Urteil bei dem Studenten Hans Exner aus. Der Wolfenbütteler im Halbschwergewicht (81 kg), hatte bei den Männer gegen Marcel Dreiwitz aus Gifhorn in den ersten zwei Runde Probleme sich auf den Gegner einzustellen, in der dritten beherrschte er ihn dann deutlich und hinterließ mit seiner langen rechten Geraden auch mehrmals deutliche Wirkung. Dies reichte jedoch nicht mehr aus um die ersten zwei versäumten Runden zu korrigieren. Die knappe Niederlage verwunderte dann die Zuschauer ein wenig.
Überzeugend boxte der 11-jährige Melis Abdulaev den Boxer von BC 62 Peine, Mertan Dolasir, aus. Alle drei Runden gingen an ihn, sodass der einstimmige Punktsieg nie in Gefahr war. Sein ein Jahr ältere Bruder Boris hatte den Hannoveraner Serge Güzel vor den Fäusten. Beide boxten einen sehr ordentlichen Kampf, der jedoch wegen Gewichtsabweichungen von mehr als zwei Kilogramm nicht gewertet werden konnte. Überragend machte es der 16-jährige BACer Marvin Menzel. Der technisch sauber boxende Wolfenbütteler tastete seinen Gegner Mika Darwald vom Kraftsport Lüneburg in der ersten Runde gut ab und befolgte in der Pause die Anweisung seiner Trainer, Liane Schüttler und Ralf Eggers, erhöhte dann den Druck traf dabei mehrmals sehr hart den Lüneburger, sodass die Ecke den Kampf in der zweiten Runde zu Gunsten des Wolfenbütteler aufgeben musste.
Wieder zurück im BAC-Ring nach dreijähriger Pause konnte der Mittelgewichtler (75 Kilogramm), Msto Abdulaev, begrüßt werden. Die Situation das der BAC von der Stadt vorübergehend einen Raum im ehemaligen Germania Sportheim bekommen hat, ermöglicht, das Sportler die an abendlichen Trainingszeiten nicht trainieren können, auch wieder ihren Sport leben können. Dies trifft auf Msto genauso wie auf seinen Trainingspartner Abdul Harb zu. Msto hatte mit Julian Nelke aus Braunschweig den Niedersachsen-Meister des Vorjahres als Gegner, der bereits bundesligaerfahrene Wolfenbütteler ließ jedoch von Anfang an klar erkennen, dass er diesen Kampf gewinnen will. Mit harten Schlägen zwang er seinen Gegner immer wieder in die Doppeldeckung, sodass dieser nicht zur Entfaltung kam. An einem eindeutigen Sieg für den Wolfenbütteler gab es dann auch keinen Zweifel.
Als letzter der BAC-Boxer stand dann nach ebenfalls zweijähriger Pause der Superschwergewichtler (+ 91 Kilogramm) Abdulraman Harb im Ring. Ihm merkte man die lange Ringabstinenz deutlich an, er stand dem deutschen Kickbox-Meister Arthur Düring vom AKBC Wolfsburg gegenüber. Düring bewegte sich lockerer, dies glich der Wolfenbütteler jedoch durch harte und genaue Treffer immer wieder aus. Nachdem die Zuschauer drei Runden mit vielen Zurufen stimmungsvoll unterstützt hatten, entschied das Kampfgericht auf ein unentschieden.
Die Wolfenbütteler Verantwortlichen freuen sich schon jetzt auf den zweiten Kampftag um den Residenzpokal am 26. September. Auch hier wird es wieder eine tolle Betreuung durch die Damengymnastik-Gruppe des BAC mit selbstgebackenen Kuchen und anderen diversen Dingen geben.
BAC-Boxer: Gelungener Auftakt um den Residenzpokal
| Foto: Privat
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