Baumarkt-Insolvenz: Was bedeutet das für die Filiale in Wolfenbüttel?

Diese Baumarkt-Kette läutet ein Sanierungsverfahren ein. In unserer Region gibt es nur eine Filiale – droht ihr jetzt die Schließung?

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Die Hellweg-Filiale in Wolfenbüttel.
Die Hellweg-Filiale in Wolfenbüttel. | Foto: Matthias Kettling

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Wolfenbüttel. Die Baumarktkette Hellweg ist erneut angeschlagen. Im Vorjahr hatte das Unternehmen bereits mehrere Filialen in Deutschland geschlossen, um zu sparen, jetzt geht es in ein Insolvenzverfahren. Bislang war die Niederlassung in Wolfenbüttel an der Schweigerstraße nicht von Schließungen betroffen. Es ist die einzige Hellweg-Filiale in der Region. Bleibt sie diesmal erneut verschont?



Auf Nachfrage von regionalHeute.de beim Unternehmen mit Hauptsitz in Dortmund, lässt dieses über seinen Kommunikationsberater mit einer Pressemitteilung antworten. Darin heißt es: "Die HELLWEG Die Profi-Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG hat beim Amtsgericht in Essen die Durchführung eines Sanierungsverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht hat dem Antrag entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Mit dem vorliegenden Beschluss bleibt die Geschäftsführung weiterhin vollumfänglich handlungs- und weisungsbefugt."

So soll es in den Filialen weitergehen


Die Branche habe es generell schwer, das Marktumfeld sei herausfordernd – so begründet die Baumarkt-Kette ihre derzeitige Lage. Die Geschäftsführung habe die Situation frühzeitig analysiert und verschiedene Maßnahmen zur Restrukturierung und Konsolidierung angestoßen. Mit der Eigenverwaltung solle jetzt die Neuaufstellung unter Nutzung sanierungsrechtlicher Instrumente konsequent fortgeführt und das Unternehmen nachhaltig neu ausgerichtet werden.

Die wohl wichtigste Nachricht für Mitarbeiter und Kunden des Baumarkts in Wolfenbüttel: "Für Kundinnen und Kunden sowie Geschäftspartner ändert sich im Tagesgeschäft nichts. Die Warenversorgung ist sichergestellt. Alle Standorte bleiben uneingeschränkt geöffnet und stehen weiterhin mit ihrem gewohnten Sortiment und Serviceangebot zur Verfügung", erklärt das Unternehmen Hellweg. Die bundesweit 2.900 Mitarbeiter seien am gestrigen Dienstag über die nächsten Schritte informiert worden. Anstelle ihrer Löhne und Gehälter erhalten sie für einen Zeitraum von drei Monaten Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit.

Für die nahe Zukunft bleibt also auch die Filiale in Wolfenbüttel weiterhin geöffnet. Aber auch sie kommt offenbar auf den Prüfstand. So hat die Baumarktkette zwei Sanierungsexperten in die Geschäftsführung berufen. Einer davon lässt durchblicken: „Im Zuge der Sanierung werden wir sämtliche Kosten- und Ertragsstrukturen überprüfen. Dazu gehört auch eine Analyse des bestehenden Filialnetzes und seiner zukünftigen Ausrichtung.“

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