Region. Die Billigladen-Kette Mäc-Geiz hat am gestrigen Dienstag einen Insolvenzantrag gestellt. Laut einer Pressemitteilung der verfahrensbevollmächtigten Kanzlei AndresPartner habe die Handelskette ein Verfahren in Eigenverwaltung eingeleitet, um "sich umfassend zu restrukturieren und langfristig wettbewerbsfähig aufzustellen." Doch was bedeutet das für Filialen in unserer Region? Werden sie geschlossen?
Das Discounter-Unternehmen dürfe unter der Aufsicht des vorläufigen Sachwalters ihr Vermögen weiter verwalten und darüber verfügen, teilte das zuständige Amtsgericht Halle (Saale) am Dienstag mit. Die Düsseldorfer Kanzlei AndresPartner erklärt in einer Pressemitteilung: "Der Geschäftsbetrieb läuft auch im Eigenverwaltungsverfahren uneingeschränkt weiter, sämtliche Filialen bleiben geöffnet."
Filialschließungen sind geplant
Zugleich sei es angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage von Mäc-Geiz erforderlich, das Unternehmen grundlegend neu aufzustellen. Auch dafür habe sich der Discounter die Düsseldorfer Kanzlei mit ins Boot geholt – diese bezeichnet sich als Sanierungsexperte und habe "bereits zahlreiche Unternehmen erfolgreich durch Transformationsprozesse geführt". Damit dürfte klar sein: Es werden wohl Standorte dichtgemacht und Mitarbeiter entlassen.
Auch in der Pressemitteilung der Kanzlei heißt es zu den Umstrukturierungen:"Dies wird Filialschließungen sowie weitere strukturelle Anpassungen umfassen." Im Rahmen des Eigenverwaltungsverfahrens werden daher sämtliche Standorte mit Unterstützung externer Experten umfassend hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Situation und Profitabilität überprüft.
Welche Standorte konkret betroffen sein werden, sei derzeit auch Gegenstand laufender Gespräche, insbesondere mit den Vermietern. Sobald hierzu Klarheit besteht, werde Mäc-Geiz transparent und zeitnah informieren, teilt die zuständige Kanzlei mit.
Die Löhne und Gehälter der bundesweit insgesamt 1.175 Mitarbeiter werden im Rahmen des Insolvenzgeldes für drei Monate von der Agentur für Arbeit übernommen. Die Mitarbeiter in den Filialen seien gestern jeweils durch die zuständigen Regionalleiter vor Ort über die aktuellen Entwicklungen in Kenntnis gesetzt worden.
Mäc-Geiz hatte 2010 schon einmal Insolvenz angemeldet. Anschließend gehörte die Kette bis Februar 2026 zur österreichischen österreichischen MTH Retail Group. Dann übernahm die Kodi Beteiligungs GmbH aus Oberhausen das Unternehmen aus Halle.

