Deutlich mehr Grippekranke im Landkreis Wolfenbüttel


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Helmstedt. Die Grippesaison fiel diesmal besonders schwer aus. Im Landkreis Wolfenbüttel wurden von Oktober 2014 bis Ende April diesen Jahres 53 Influenza-Infektionen gemeldet. 2013/2014 gab es im gleichen Zeitraum nur vier registrierte Fälle. „Die tatsächliche Zahl der Grippeerkrankungen ist wahrscheinlich sogar höher. Nicht jeder, der an Grippe erkrankt, geht zum Arzt und wird auf das Virus getestet“, sagt Jörn Wachs, Regionalgeschäftsführer der IKK classic in Helmstedt, zu den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts.

Grippaler Infekt oder Grippe?


Seit einigen Wochen ebbt die Grippewelle ab. Die Zahl der Neuerkrankungen ist deutlich gesunken. Dennoch klagen viele Menschen auch jetzt über Halsschmerzen, eine verstopfte Nase oder Husten. Das ist zwar unangenehm, aber die meisten haben lediglich einen grippalen Infekt, was nichts anderes als eine Erkältung ist. Anders als bei einer Grippe-Infektion kündigt sie sich langsam an und verschwindet nach ein paar Tagen, ohne größere Spuren zu hinterlassen.


Die echte Grippe, die durch Influenza-Viren ausgelöst wird, kommt hingegen plötzlich und erfasst nicht nur die Atemwege, sondern häufig den ganzen Körper. Wie aus dem Nichts stellt sich ein extremes Krankheitsgefühl ein mit Fieber, Abgeschlagenheit und Kopf- und Gliederschmerzen. Oft leiden Patienten noch Wochen nach der Infektion an Erschöpfung und Antriebslosigkeit. „Auch wenn die Grippewelle jetzt nachgelassen hat, sollten erkrankte Menschen eine mögliche Infektion nicht auf die leichte Schulter nehmen und zum Arzt gehen“, rät Wachs.

Geringe Impfquote trotz Kostenübernahme


Gefährlich ist eine Grippe vor allem für bestimmte Risikopatienten. Dazu zählen Menschen über 60 Jahre, Schwangere, medizinisches Personal und Personen mit chronischen Erkrankungen. „Obwohl vor jedem Winter auf die Grippeschutzimpfung hingewiesen wird und die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Risikogruppen übernehmen, liegt die Impfquote hinter den Erwartungen zurück“, sagt Wachs.