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Grotjahn Stiftung: Eine Bewohnerin fiel dem Coronavirus zum Opfer

Es handelt sich um den ersten Corona-Todesfall im Landkreis Wolfenbüttel.

von Marvin König


(Symbolbild)
(Symbolbild) Foto: Marvin König

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09.04.2020

Wolfenbüttel. Im Senioren- und Pflegeheim der Grotjahn-Stiftung zu Schladen im Landkreis Wolfenbüttel wurden sechs Bewohnerinnen und Bewohner positiv auf das Corona-Virus getestet. (regionalHeute.de berichtete) Wie der Landkreis Wolfenbüttel nun mitteilt, ist eine infizierte Bewohnerin am heutigen Donnerstag an den Folgen ihrer Erkrankung verstorben.


Die Bewohnerin habe dem Landkreis zufolge eine Vorerkrankung gehabt. Bewohnerinnen und Bewohner, deren Angehörige, sowie das Personal wurden durch die Einrichtung informiert. Wie am heutigen Donnerstagmorgen durch einen Sprecher des Heims mitgeteilt wurde, zeichne sich bei den übrigen Infizierten größtenteils ein milder Verlauf ab. Betroffen ist derzeit eines von drei Häusern des Seniorenpflegeheims. Nach Vorgaben des Gesundheitsamtes wurde das betroffene Haus isoliert. Die bereits bestehenden Schutzmaßnahmen wurden erweitert: Die Eingangsbereiche wurden mit Schleusen versehen.

Genug Schutzkleidung ist vorhanden


Das Personal im Haus wechselt nicht zwischen den Stationen, um eine mögliche Weiterverbreitung des Virus zu verhindern. Ein Mangel an Infektionsschutzmitteln herrsche nicht, wie die Grotjahn-Stiftung mitteilt: "Da die Einrichtung frühzeitig ihre Bedarfe für die persönliche Schutzausrüstung gedeckt hat und Spenden von Unternehmen und Bürgern erhalten hat, sind Mundschutz, Kittel und Handschuhe ausreichend vorhanden". Ein Hausarzt ist in die medizinische Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner eingebunden. In den insgesamt drei Häusern der Grotjahn-Stiftung wohnen rund 230 pflegebedürftige Menschen.

Das Gesundheitsamt hat am Mittwochabend und Donnerstagmorgen bei rund 90 Mitarbeitenden sowie 82 Bewohnerinnen und Bewohnern des betroffenen Hauses Proben genommen. Bei der Probenentnahme wurde das Gesundheitsamt des Landkreises Wolfenbüttel durch Mitarbeitende des DRK Wolfenbüttel unterstützt. Die Proben werden derzeit untersucht, ein Ergebnis werde in den kommenden Tagen erwartet.


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