Wolfenbüttel. Dietrich Hakelberg stellt am Donnerstag, 11. Dezember 2014 um 14.15 Uhr im Seminarraum im Zeughaus in einem Werkstattgespräch sein Forschungsprojekt über „Frühneuzeitliche Fürstenbibliotheken“ vor.
Die Bibliothek eines frühneuzeitlichen Gelehrten war ein Ort kreativer Tätigkeit: des alltäglichen Lesens und Schreibens, des Sammelns, Ordnens und Exzerpierens, der Naturbeobachtung und der philologischen Forschung. Die Texte studierter Theologen, Mediziner, Philosophen oder Juristen entstanden in und mit ihren Bibliotheken, von hier aus wurde kommuniziert. Die Buchbestände von Gelehrtenbibliotheken sind damit wertvolle Quellen für die Wissensgeschichte. Welche Informationen geben diese umfangreichen Quellen, wie lassen sie sich fragestellungsorientiert auswerten? Online-Bibliographien und digitale Werkzeuge bieten nie dagewesene Möglichkeiten, gelehrten Buchbesitz bibliographisch zu bestimmen, zu erschließen, zu vergleichen und auch abstrakte Inhalte zu visualisieren. Im Teilprojekt „Frühneuzeitliche Gelehrtenbibliotheken“ des Forschungsverbunds Marbach – Weimar – Wolfenbüttel werden ausgewählte Auktionskataloge und eine in der HAB überlieferte Gelehrtenbibliothek zur Rekonstruktion frühneuzeitlicher Wissensbestände herangezogen.
Dr. Dietrich Hakelberg studierte Ur- und Frühgeschichte, Mittelalterliche Geschichte und Geologie in Freiburg und Reading. Seit April 2014 forscht er im MWW-Projekt „Autorenbibliotheken: Materialität – Wissensordnung – Performanz“ an der Herzog August Bibliothek.
Weitere Informationen unter: www.hab.de oder Tel: 05331/808-214
Gäste sind herzlich eingeladen (projekte@hab.de).
HAB-Werkstattgespräch: "Frühneuzeitliche Gelehrtenbibliotheken"
| Foto: HAB
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