Pistorius will Nationalsymbole nicht Rechtsextremen überlassen

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ruft die demokratischen Kräfte in Deutschland zu einem selbstbewussteren und offensiveren Umgang mit der Nationalhymne und den Nationalfarben auf.

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Bundestag (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Berlin. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ruft die demokratischen Kräfte in Deutschland zu einem selbstbewussteren und offensiveren Umgang mit der Nationalhymne und den Nationalfarben auf. "Wir dürfen uns die Symbole dieses Staates nicht von Rechtsextremen nehmen lassen", sagte Pistorius den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Ich werbe dafür, diese Symbole offensiver anzunehmen."


Es sei "der pure Hohn", dass "ausgerechnet die AfD die Nationalfarben für sich benutzt und den Anspruch erhebt, die wahren Patrioten zu sein - obwohl ihr Programm nichts enthält, was diesem Land guttun würde", sagte der SPD-Politiker.

Die AfD sei seiner Ansicht nach schon allein wegen ihrer Putin-Nähe zutiefst unpatriotisch. Es seien vielmehr die vielen Demokraten in der Breite des Spektrums, die "für unsere Werte, für unser Grundgesetz und für die Freiheit eintreten", so Pistorius. Beim Umgang mit den staatlichen Symbolen dürfe man daher "keine falsche Scham" haben. "Wir sollten stolz damit umgehen."

Er selbst singe die Nationalhymne im Schnitt ein bis zweimal pro Woche bei Veranstaltungen der Bundeswehr, erzählte der Minister. Sein Plädoyer sei "nicht im Sinne von Hurra-Patriotismus" gemeint, "sondern in dem Sinne, dass die Demokratie, die wir haben, das Beste ist, was Deutschland in seiner Geschichte hervorgebracht hat". Und sie habe es "verdient, verteidigt und beschützt zu werden", so Pistorius.

Zu den offiziellen nationalen Symbolen der Bundesrepublik gehören im engeren Sinn die Bundesflagge in Schwarz-Rot-Gold, das Bundeswappen mit dem Bundesadler und die Nationalhymne.

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