Härtefall Samuel Seferino: Noch immer keine Entscheidung

von Jan Borner


Samuel Seferino aus Hötzum wartet zurzeit noch immer auf eine Entscheidung der Härtefallkommission. Foto: Werner Heise
Samuel Seferino aus Hötzum wartet zurzeit noch immer auf eine Entscheidung der Härtefallkommission. Foto: Werner Heise | Foto: Werner Heise

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Hötzum. Samuel Seferino flüchtete 2011 aus dem Südsudan nach Deutschland und schaffte es schnell, ein Vorzeige-Beispiel von gelungener Integration zu werden. Trotzdem droht ihm zurzeit die Abschiebung (RegionalWolfenbüttel.de berichtete). Nach der Ablehnung seines Asylantrages, sammelten die Dorfgemeinschaft und die Kirchengemeinde Sickte Unterschriften und wendeten sich mit Briefen an die Härtefallkommission. Auf eine Entscheidung muss Samuel allerdings noch einige Monate warten.

Der Kampf von Samuel Seferino um ein Bleiberecht in seiner Heimat in Hötzum hat noch immer kein Ende. Nach einer ersten Ablehnung seines Asylantrages schaffte er es damals mit einem Rechtsanwalt die Ablehnung anzufechten. Als er seinen Antrag auf Arbeitsgenehmigung stellte, musste Samuel dann aber am Telefon erfahren, dass auch sein zweiter Asylantrag abgelehnt wurde. Damit befand er sich plötzlich in einem Zustand, in dem jederzeit die Abschiebung drohte. Das war nicht nur für ihn selbst ein Schock. Der begeisterte Fußballspieler hatte sich nach seinen vier Jahren in Deutschland sehr gut eingelebt und viele Freunde gefunden. Sein Engagement in der Samtgemeinde Sickte und der Kirchengemeinde Evessen und seine offene und freundliche Art machten ihn in der Dorfgemeinschaft schnell beliebt. Als die Ablehnung seines Asylantrages bekannt wurde, sammelten seine Mitmenschen deshalb schnell Unterschriften und wendeten sich an die Härtefallkommission, die in einem Fall wie diesem ein Bleiberecht aussprechen kann. Dies liegt nun bereits schon Monate zurück. Eine Entscheidung, gab es bis heute allerdings noch nicht.

Vor kurzem sei ein Brief der Härtefallkommission eingetroffen, erklärte Samuel Seferino im Gespräch mit RegionalWolfenbüttel.de, in diesem habe es geheißen, dass die Entscheidung noch einige Monate dauern könne, da es zurzeit sehr viele Anträge gebe. „Das ist natürlich eine blöde Situation, aber ich habe nun mal keine andere Wahl als abzuwarten“, sagte er. Auch wenn es sehr unangenehm sei, noch länger in dieser Ungewissheit zu bleiben, erklärte Samuel Seferino dass er sich auf die Arbeit konzentrieren wolle und darauf hoffe, dass es bald gut ausgeht.