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"Hilfe wird sofort benötigt" - MIT-Chef warnt vor Überlastung des Mittelstandes



"Hilfe wird sofort benötigt" - MIT-Chef warnt vor Überlastung des Mittelstandes

Es geht um die Auswirkungen der Benzin- und Dieselpreise. Das geplante Entlastungspaket berücksichtige den Mittelstand im ländlichen Raum zu wenig.

Holger Bormann an der Zapfsäule.
Holger Bormann an der Zapfsäule. Foto: MIT Niedersachsen

Wolfenbüttel. Der Niedersächsische MIT-Vorsitzende Holger Bormann nimmt Stellung zu den Auswirkungen der Benzin- und Dieselpreise für den Mittelstand. Das geht aus einer Pressemitteilung der Mittelstands- und Wirtschaftsunion in Niedersachsen hervor.



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Der Diesel koste derzeit an der Zapfsäule um die 2,09 Euro je Liter, so Bormann, der außerdem Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion in Niedersachsen ist. Dazu sagte er: „Das trifft vor allem mittelständische Betriebe, deren LKW und Kleinlaster tagtäglich auf der Landstraße zu Kunden unterwegs sind. Allein die Mehrkosten gegenüber den Dieselpreisen zu Jahresbeginn gehen meistens in den Tausenderbereich - und das monatlich. Dies gefährdet in einem Flächenland wie Niedersachsen die Mittelständler.“ Es treffe vor allem auch die Pendlerinnen und Pendler.



Entlastungen für Mittelstand


Er fordert den Bund auf, die für den September vorgesehenen Entlastungen vorzuziehen. „Die Hilfen müssen sofort kommen, die Mineralölsteuer muss sinken“, betont der Unternehmer und Politiker. Das von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Entlastungspaket berücksichtige den Mittelstand, vor allem im ländlichen Raum, zu wenig.


Anschluss an Bundestagsfraktion


Die Mehrkosten einfach an die Kunden weiterzugeben, sei auch nicht so einfach, erläutert er. Es müsse nach Meinung des MIT-Chefs auch wieder über eine Senkung der Mehrwertsteuer für Diesel und Benzin nachgedacht werden, wenn auch zeitlich begrenzt. Die MIT schließe sich in Niedersachsen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an, die befristete Energie-, Strom und Umsatzsteuersenkungen – insbesondere auch für Kraftstoffe – für die Jahre 2022 und 2023 fordere. Auch fordert er, dass die sogenannte "Entfernungspauschale" nicht nur die Entfernung zum Arbeitsplatz berücksichtige, sondern auch den jeweils geltenden CO₂-Preis.


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