Wolfenbüttel. Musik verbindet. Das bewies gestern erst wieder ein spontanes Konzert im großen Saal der Landesmusikakademie im Jugendgästehaus. Diese Woche gibt dort nämlich das renommierte „Ensemble Modern" aus Frankfurt einen Meisterkurs für ausgezeichnete Musiktalente aus ganz Deutschland und Europa. Die Dozenten kamen dabei auch ins Gespräch mit musikalisch talentierten Flüchtlingen, die im Jugendgästehaus untergebracht sind und stellten spontan ein gemeinsames Konzert auf die Beine.
Der Meisterkurs in der Landesmusikakademie sei schon lange geplant gewesen, erklärt Henrik Ballwanz, Pressesprecher der Akademie, die stolz darauf sei, dass der Kurs in ihrem Haus stattfindet. 21 Preisträger von "Jugend musiziert" proben derweil im Jugendgästehaus mit fünf renommierten Dozenten des „Ensemble Modern". Natürlich, so Henrik Ballwanz, erschwere es die Arbeit der Landesmusikakademie, dass das Jugendgästehaus, dessen Räumlichkeiten normalerweise von der Landesmusikakademie genutzt werden, nun als Unterkunft für geflohene Menschen dient, es handele sich bei den Flüchtlingen aber um ganz tolle, hilfsbereite und vorbildliche Nachbarn, fügte er hinzu. Im Fall des jetzigen Meisterkurses zeigte sich, was bei so einer Nachbarschaft entstehen kann: Musik, die sich aus verschiedenen Kulturen speist - Ein musikalisches Symbol der Verständigung.
Mit einer gemeinsamen Session ging es los
Die Dozenten seien während ihrer Arbeit in der Landesmusikakademie mit einigen Flüchtlingen ins Gespräch gekommen und dann habe man sich schnell zu einer gemeinsamen Session zusammengesetzt, ein bisschen experimentiert. Syrische Klänge mit eingebaut und so eine Mischung aus westlicher und arabischer Musik gespielt. Spontan wurde dann entschlossen, am Mittwochnachmittag ein kleines Konzert zu geben für die Bewohner des Jugendgästehauses und eben all die, die gerade anwesend waren. "Das ist ein Teil des Zusammenlebens, der so hier noch nicht stattgefunden hat", sagte Henrik Ballwanz erfreut über das beispielgebende Zusammenspiel von Musik und Verständigung.
Henrik Ballwanz zu dem spontanen Konzert:
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