Wolfenbüttel. „Was die ältesten christlichen Gemeinden zurzeit erleiden müssen, ist ein Unglück von welthistorischer Dimension. Hier zu helfen, müsste nicht nur für praktizierende Christen eine selbstverständliche Pflicht sein, sondern für alle, die sich der freiheitlichen Zivilisation des Westens und ihrer christlich-jüdischen Wurzeln im Nahen Osten verpflichtet sehen.“
Diese Auffassung vertrat Landtagspräsident Bernd Busemann beim Besuch einer Delegation von katholischen und orthodoxen Christen aus Syrien im Niedersächsischen Landtag am heutigen Mittwoch. Der Termin kam auf Anregung des Wolfenbütteler Abgeordneten Frank Oesterhelweg zu Stande, der sich für die Anliegen der verfolgten Assyrer einsetzt. Einige von ihnen leben schon seit Jahrzehnten in Deutschland. Sie haben in Niedersachsen eine Heimat gefunden und sind hier seit langem vorbildlich integriert. Jetzt versuchen sie, ihren Verwandten und Landsleuten aus Syrien zu helfen, die vor den unvorstellbaren Gräueln im syrischen Bürgerkrieg und vor der Schreckensherrschaft des „Islamischen Staates“ fliehen mussten. 20 von ihnen sind inzwischen in Deutschland eingetroffen und haben hier Asylanträge gestellt, die teilweise noch in Bearbeitung sind. Ihre Hauptsorge gilt nun den zurückgebliebenen Angehörigen, die sich zum Teil aktuell in der Gewalt des IS befinden.
„Diese verfolgten Menschen haben unsere volle Unterstützung verdient. Das möchte ich gerade in der Karwoche mit Nachdruck betonen“, so Busemann, der die zahlreichen örtlichen Initiativen im Land ausdrücklich würdigte.
Landtagspräsident Busemann empfängt verfolgte syrische Christen
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