Frei: Tod von Aiwanger ist "schreckliches Ereignis"

Der Vorsitzende der Unionsfraktion, Thorsten Frei, hat sich betroffen über den plötzlichen Tod von Hubert Aiwanger geäußert.

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Hotel Neuer Fritz am 04.11.2026
Hotel Neuer Fritz am 04.11.2026 | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Berlin. Der Vorsitzende der Unionsfraktion, Thorsten Frei, hat sich betroffen über den plötzlichen Tod von Hubert Aiwanger geäußert. "Zunächst einmal wirkt es natürlich sehr surreal, ganz unglaublich. Ein vergleichsweise junger Mann, der von einer Sekunde auf die nächste tot ist", sagte Frei den Sendern RTL und ntv.


Es sei vor allem eine menschliche Tragödie für Aiwangers Familie. Ein schreckliches Ereignis - "persönlich unglaublich traurig" - auch mit politischen Konsequenzen: "Natürlich hat das einschneidende Wirkung, insbesondere auf die Freien Wähler in Bayern, die dort ja Regierungspartei sind, auf die Partei sicherlich insgesamt." Auf so einen Fall könne man sich nicht vorbereiten. "Insofern sind da sicherlich die ein oder anderen Fragen zu klären", meint Frei.

Die Frage, ob Politiker mit ihren vollen Terminkalendern gelegentlich vielleicht zu wenig auf Signale ihres Körpers hören, bejahte der Unionsfraktionschef: "Politik als Beruf ist ja jetzt nichts, wo man sich Krankheitsfehlzeiten leisten könnte - in der Regel." Sicherlich habe man es daher mit vielen Menschen zu tun, die "überdurchschnittlich körperlich robust sind".

Nichtsdestotrotz würden manche Warnzeichen überhört. "Insofern ist es natürlich immer auch ein sehr einschneidendes Erlebnis, weil man spürt: Das sind Menschen, die sind auch verwundbar und die damit verbundenen Risiken, die können sich auch tatsächlich realisieren. Es ist ja im Grunde genommen etwas, was zunächst sehr unwirklich wirkt, aber es ist eben das echte Leben", sagte Frei.

Zuvor hatten sich bereits weitere Politiker zum Tod des Freie-Wähler-Chefs geäußert. So schrieb etwa der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beim Kurznachrichten X, dass der plötzliche Tod von Aiwanger eine "absolute Tragödie" sei. "Wir sind alle zutiefst geschockt. Unsere Gedanken sind nun zuerst bei seiner Familie und seinen Kindern. Wir trauern mit ihnen und beten für sie."

Der 55-jährige Aiwanger war am Mittwoch tot in einem Berliner Hotel aufgefunden worden. Die genauen Umstände sind noch unklar, Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es aber wohl nicht.