"Lechelnholz - Geschichte hautnah erleben" mit Dr. Axel Strukmeier



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Wolfenbüttel. Rathausvorträge in Wolfenbüttel haben ihren besonderen Reiz. So auch am letzten Mittwoch, als der Kulturstadtverein in Zusammenarbeit mit dem Verein Gärtnermuseum eingeladen hatte.

Auf dem Programm stand ein Vortrag von Dr. Axel Strukmeier zum Thema: "Alte und Neue Wege im Lechelnholz". Der Referent ist den Wolfenbüttelern bereits bestens durch seine regelmäßige Waldführungen bekannt und die gut besuchte Veranstaltung unterstreichte einmal mehr das große Interesse an hiesiger Geschichte.

Professor Dr. Christoph Helm übernahm als Vorsitzender die Begrüßung seitens des Kulturstadtvereins und stellte das "Jahr der Erinnerungskultur" mit seinen wichtigsten lokalen Projekten vor. Auch die engen Kontakte zum Gärtnermuseum wurden hierbei angeführt. Vom Verein Gärtnermuseum hieß Friedhelm Niehüser die Gäste herzlich willkommen.

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Zum Abschluß überreicht Friedhelm Niehüser (r.) vom Gärtnermuseum Dr. Axel Strukmeier ein Präsent. Foto:



Der Referent gliederte seinen kurzweiligen Vortrag in drei Abschnitte. Hierzu zählten die Phasen des Lechelnholzes als Barockgarten von 1690 bis 1810 - einschließlich Schloss Antoinettenruh -, die Überführung in die forstwirtschaftliche Nutzung des 19. und 20. Jahrhunderts sowie aktuell eine Ergänzung um den Löwe-Pfad als "langfristig ökologische Waldentwicklung". Mit oft unbekannten historischen Details, Begebenheiten und Zitaten wurde dem interessierten Publikum ein abwechslungsreicher Abend geboten.


Beispielhaft seien der verschwundene Ort Lecheln, ein vier Hektar großer Weinberg aus dem 16. Jahrhundert in Süd-West-Lage, das "Halsgericht" von 1600 bis 1757, der herzogliche Pavillon auf dem Sternhausberg, achtstrahlige Sternwege, ein Fasanengarten, ein Bericht aus der Berliner Zeitung vom 12. September 1687, Maulbeerbäume als Wirtschaftszweig um 1760 oder eine Schießbahn mit Kugelfang für Husaren aus dem 19. Jahrhundert genannt.

Dr. Axel Strukmeier stand für Fragen im Anschluß an den Vortrag zur Verfügung. Im Dialog und unter Einbindung von Zeitzeugen konnten sogar historische Einzelheiten zum Baufortschritt der geplanten "BDM-Schule" während des Zweiten Weltkrieges erläutert werden.