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Mittelstandsunion: Grundrente sei "Verfassungswidrig und ungerecht"

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) spricht sich gegen die geplante Grundrente aus.

Holger Bormann, Vorsitzender der MIT Wolfenbüttel. Foto: MIT WF

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14.02.2020

Wolfenbüttel. Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Wolfenbüttel lehnt den Gesetzentwurf zur Grundrente weiterhin ab. „Der vorgelegte Entwurf ist verfassungswidrig, ungerecht, nicht zielgerichtet und weder administrierbar noch finanziert“, kritisiert Holger Bormann, Vorsitzender der MIT Wolfenbüttel in einer Pressemitteilung der MIT.


Die MIT spreche sich stattdessen für eine unbürokratische Grundrente für wirklich Bedürftige aus.

„Im Rentensystem muss weiter das Äquivalenzprinzip gelten: Derjenige, der mehr eingezahlt hat, muss am Ende auch mehr Rente herausbekommen.“

- Holger Bormann (Vorsitzender MIT Wolfenbüttel)



Die MIT will eine Grundrente für Grundsicherungsempfänger, die im System der Sozialleistungen und nicht im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherung gewährt wird. Dazu werde ein Freibetrag in der Grundsicherung vorgeschlagen. Diese solle dann entsprechend der erworbenen Rentenansprüche aufgestockt werden können. Bormann: „Das wäre zielgerichtet und zudem schnell und leicht umsetzbar.“ Die MIT Wolfenbüttel lehnt jede Form einer Grundrente ab, die vermögenden oder einkommensstarken Rentnern einen Rentenzuschlag gewährt. „Wir müssen darauf achten, dass die Rente auch für unsere Kinder und Enkel sicher bleibt und dürfen angesichts demografischer Probleme jetzige Beitragszahler und künftige Generationen nicht mit unnötigen Aufgaben zusätzlich belasten“, so Bormann.

Sechs Punkte gegen die "Grundrente"


Die MIT Wolfenbüttel führt sechs zentrale Argumente gegen den Gesetzentwurf auf. So würde in vielen Fällen Mehrarbeit nicht belohnt. Ehepaare würden gegenüber Unverheirateten benachteiligt. Rentner mit gleicher Einkommenshöhe würden vielfach ungleich behandelt, da nur ein Teil der zu versteuernden Einkommen berücksichtigt würde. Genauso würden Rentner in Deutschland gegenüber Rentnern im Ausland benachteiligt. Die Ermittlung der Anspruchsberechtigten sei nach Einschätzung der Deutschen Rentenversicherung nicht bis Ende des Jahres administrierbar. Zudem sei die zur Finanzierung vereinbarte Finanztransaktionssteuer auf europäischer Ebene nicht absehbar.


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