Wolfenbüttel/ Rendsburg. Neben dem Heimsieg der MTV Herzöge gegen Cottbus brachte das vergangene Wochenende für den ungeschlagenen Tabellenführer der Regionalliga Nord ein weiteres wichtiges Ergebnis: In der Top-Partie des 15. Spieltages siegte der vormals Tabellendritte Lok Bernau beim bis dato Tabellenzweiten in Aschersleben deutlich mit 94:77 und schob sich damit in der Tabelle an den Tigers vorbei. Mit nach wie vor zwei Niederlagen ist die Lok damit ärgster Verfolger von Demetrius Ward & Co, während sich Aschersleben vorerst aus dem Titelrennen verabschiedet zu haben scheint. Die vermeintlich entscheidenden Begegnungen um den Aufstieg stehen für die MTV Herzöge im Februar und März an. Bis dahin heißt es sich schadlos halten und Ausrutscher vermeiden.
Dass das nicht einfach wird, weiß Herzöge-Geschäftsführer Nicolas Grundmann: „Wir spielen gegen Teams, die wir in der Hinrunde zumeist deutlich geschlagen haben. Da müssen wir sehr aufpassen, dass wir uns nicht zu sicher sind und sich ein vermeintlicher Selbstläufer nicht als Stolperstein entpuppt. Rendsburg zum Beispiel kann deutlich stärker spielen als sie es im Hinspiel bei uns gezeigt haben.“
Zu den BC Rendsburg Twisters geht es am Samstag. Den Tabellenachten (5 Siege, 8 Niederlagen) bezwang man im Hinspiel auch ohne die verletzten Niko Skouen und Marcel Schwarz deutlich mit 99:55, wobei vor allem Ivan Emanuely (26 Punkte), Stephen Schubert (18) und Tobias Tessmann (14) überzeugen konnten. Vor allem in der Verteidigung – zuletzt die Schwachstelle im Herzöge-Spiel – beeindruckten die Herzöge und hielten Twister-Topscorer Peter Marcic (damals 30 Punkte im Schnitt) auf mageren 6 Pünktchen. Einzig der kanadische Power Forward Eric Kibi stellte die Herzöge-Defense vor ernsthafte Probleme und kam auf 23 Punkte und 13 Rebounds.
Neben den beiden genannten gilt es am Samstag vor allem auf Center Björn Rohwer zu achten. Der 19-jährige 2,12m große Center kommt auf durchschnittlich 12,8 Punkte und 6,2 Rebounds. Wie ernst es den Rendsburgern mit ihrem Spitznamen „Twisters“ (Tornados) ist bekam jüngst der VfL Stade zu spüren. Der Tabellenfünfte, der zu Jahresbeginn in der Lindenhalle die MTV Herzöge in Schwierigkeiten brachte, geriet an der Ostsee ernsthaft in Seenot und unterlag mit 72:75. Überragende Rendsburger dabei wie gewohnt Marcic (26 Punkte) Kibi (18 Punkte, 16 Rebounds!) und Rohwer (13, 5 Rebounds).
Gewarnt sind die MTV Herzöge also. Bis auf Kai Seidel (Einsatz in der Oberliga) werden sie in Bestbesetzung antreten können und versuchen an die über die meiste Zeit überzeugende Leistung gegen Cottbus anzuknüpfen und den 14. Sieg im 14. Speil zu erringen. Angst vor zu starkem Wind hat Nicolas Grundmann dabei nur bedingt: „Wir sind doch Niedersachsen, also sturmfest...“
Der Mannschaftsbus fährt am Samstag um 13:00 Uhr in Wolfenbüttel ab (Förderschulparkplatz, Lindener Str. 11), interessierte Fans können gegen einen Unkostenbeitrag von 10 Euro mit dem Team reisen. Verbindliche Anmeldungen sind unter Tel. 0176/56135880 möglich.
MTV Herzöge wollen Tornado trotzen
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