Nach Warntag: Landkreis zieht Bilanz

Der Landkreis testete 135 Sirenen und Lautsprecherwagen. An diesen Stellen lösten die Sirenen nicht ordnungsgemäß aus.

autsprecherwagen der Freiwilligen Feuerwehren (hier Salzdahlum) warnten über Beschallungsanlagen (Archivbild).
autsprecherwagen der Freiwilligen Feuerwehren (hier Salzdahlum) warnten über Beschallungsanlagen (Archivbild). | Foto: Freiwillige Feuerwehr Salzdahlum

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen

Wolfenbüttel. Nach dem bundesweiten Warntag am gestrigen Donnerstag – einer gemeinsamen Aktion von Bund, Ländern und Kommunen sowie dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) legt die Wolfenbütteler Landkreisverwaltung jetzt ihre Bilanz dazu in einer Pressemitteilung vor.



Am Warntag gab es um 11 Uhr in allen Kommunen des Landkreises Wolfenbüttel einen Probealarm. Zusätzlich zu den rund 135 Sirenen, die über die Leitstelle in Braunschweig ausgelöst wurden, informierten in diesem Jahr fünf der sechs mobilen Beschallungseinheiten des Landkreises, bestehend aus den Feuerwehren Beuchte, Binder, Salzdahlum, Mönchevahlberg/Weferlingen, Gardessen und Klein Biewende über den Probealarm. Die Entwarnung erfolgte um 11:45 Uhr.

Fast alle Sirenen im Landkreis Wolfenbüttel lösten aus


Laut den bisherigen Rückmeldungen der Mitgliedsgemeinden des Landkreises wurden fast alle Sirenen ordnungsgemäß ausgelöst und gaben später auch ein Entwarnungssignal. Lediglich für zwei Orte in der Samtgemeinde Baddeckenstedt wurde gemeldet, dass die Alarmierungen und/oder Entwarnungen nicht ordnungsgemäß ausgelöst wurden.


„Eines der Ziele des Warntages ist es, solche Fehler zu entdecken und im Nachgang zu beheben“, sagt Olaf Glaeske, Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz im Landkreis, „denn dadurch merken wir so etwas nicht erst, wenn die Krise schon da ist. Wichtig ist es aber auch, dass die Bevölkerung durch den Warntag die Warnsignale des Katastrophenschutzes kennenlernt und im Ernstfall deuten kann. Für die Bürgerinnen und Bürger unsichtbar fand parallel zu den Warnungen eine Kommunikationsübung statt, an der alle niedersächsischen Katastrophenschutzbehörden beteiligt sind und die ebenfalls wichtige Rückschlüsse auf das Funktionieren der Kommunikationswege bringt.“

Gemeinsam mit den Gemeinden und der Stadt Wolfenbüttel hatte die Landkreisverwaltung die Sirenen vor einigen Jahren umgerüstet. Jetzt können diese wieder für die Warnung der Bevölkerung genutzt werden. Bis vor wenigen Jahren waren diese nicht mehr im Bevölkerungsschutz integriert. Bis in die 1990er-Jahre waren die Sirenen im Besitz des Bundes.

Während die Warnungen, die die Menschen über die Warn-Apps oder Cell-Broadcast auf ihre Smartphones erhalten, zum Warntag vom Bund ausgelöst wurden, testete der Landkreis die Alarmierung von über 135 Sirenen, ausgelöst von der Leitstelle in Braunschweig, sowie die Beschallungseinheiten auf den Feuerwehrfahrzeugen.

Umfrage des BBK zum Warntag


Am Bundesweiten Warntag 2026 wird die technische Infrastruktur der Warnung in Deutschland mittels einer Probewarnung überprüft. Über eine öffentliche Online-Umfrage haben alle dabei die Möglichkeit, Ihre Erfahrungen mit der Probewarnung zu teilen. Hier wird beispielsweise erhoben, ob die Probewarnung über den Mobilfunkdienst Cell-Broadcast empfangen, im Radio oder über einen anderen Kanal gehört wurde. Die Umfrage begann am 10. September gegen 11 Uhr. Noch bis zum 17. September kann über die Webseite www.warntag-umfrage.de der Umfrage teilgenommen werden.

Die Beiträge bleiben dabei anonym: Weder bei der Erfassung noch der Auswertung sind Rückschlüsse auf die Teilnehmenden möglich.

Themen zu diesem Artikel


Baddeckenstedt