Rathausgespräch: Jugend in der DDR - Eine Stasi-Akte erzählt


Das nächste Wolfenbütteler Rathausgespräch findet am 16. Februar statt. Foto: Archiv/Anke Donner
Das nächste Wolfenbütteler Rathausgespräch findet am 16. Februar statt. Foto: Archiv/Anke Donner | Foto: Anke Donner

Wolfenbüttel. Am Donnerstag, 16. Februar, 19 Uhr, spricht Manfred Casper, ehemaliger Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Region Braunschweig, im Wolfenbütteler Ratssaal zum Thema „Jugend in der DDR - Eine Stasi-Akte erzählt“.


„War doch nicht alles schlecht in der DDR“, sagen die einen. „Die DDR war genau so schlimm wie die Nazi-Diktatur“, sagen die anderen. Vor allem denjenigen, die keinen persönlichen Bezug zur DDR haben, fällt es schwer, sich ein Bild zu machen. Gelegenheit hierzu bietet der Vortrag „Jugend in der DDR - Eine Stasi-Akte erzählt“ im Rahmen der Wolfenbütteler Rathausgespräche.

Unterhaltsam, kurzweilig und im Bemühen, nicht zu polarisieren erzählt er als Zeitzeuge über seine Kindheit im Erzgebirge, über die zunehmende Entfremdung vom System der DDR als Jugendlicher sowie über den schließlich gescheiterten Fluchtversuch mit 18 Jahren in Bulgarien 1969 und die sich anschließende eineinhalbjährige Haft im Zuchthaus Cottbus, womit gleichzeitig der Grundstein für eine umfangreiche Stasi-Akte gelegt war. Diese wurde von der Stasi bis 1989 aktiv bearbeitet. Mit Auszügen aus ihr belegt er das Erzählte. Sie dokumentiert einerseits neben der Haftzeit sein erfolgreiches Ringen um die Freiheit, zeigt andererseits aber auch mit zahlreichen „IM-Berichten“ im „Operativvorgang Häftling“ die Absurdität eines politischen Systems.

Dieser Vortrag ist besonders jüngeren Menschen zu empfehlen. Um Anmeldung wird gebeten: Lydia Huber, Stabsstelle I.01 - Büro des Bürgermeisters, E-Mail lydia.huber@Wolfenbuettel.de.


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