Starkregen und Schlammmassen: Feuerwehr im Dauereinsatz

Ein plötzliches Unwetter trifft diesen Ort in der Samtgemeinde Baddeckenstedt besonders heftig.

Die Baddeckenstedter Feuerwehren hatten beim Unwetter reichlich zu tun.
Die Baddeckenstedter Feuerwehren hatten beim Unwetter reichlich zu tun. | Foto: Feuerwehr Baddeckenstedt

Baddeckenstedt. Ein Unwetter zog am gestrigen Montag am späten Nachmittag und Abend plötzlich über die Region. Zu Starkregen kam es aber nur an wenigen Orten. Neben unter anderem dem Landkreis Peine war auch die Samtgemeinde Baddeckenstedt betroffen.



Ein Starkregenereignis habe zu Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehren in der Samtgemeinde Baddeckenstedt geführt. Ab etwa 17:50 Uhr waren mehrere Ortsfeuerwehren im Einsatz, um die Folgen der Wassermassen zu bewältigen. Das berichtet die Baddeckenstedter Feuerwehr in einer Pressemitteilung.

Schlammmassen in Heere


Ein Schwerpunkt lag demnach im Ortsteil Heere. Dort konnte ein Graben die Wassermengen eines angrenzenden Rübenfeldes nicht mehr aufnehmen. In der Folge trat stark schlammhaltiges Wasser über die Ufer und floss über angrenzende Grundstücke eines Wohngebietes. Mehrere Garagen wurden überflutet, zudem drohte Wasser in Wohngebäude einzudringen.

Die Einsatzkräfte sicherten den Graben, schufen zusätzliche Abläufe und setzten Schmutzwasserpumpen ein, um den Wasserstand zu senken. Zusätzlich wurden Sandsäcke aus dem Depot in Wartjenstedt zur Einsatzstelle gebracht. Aufgrund der angespannten Lage mit erneutem Niederschlag und bereits gesättigten Böden wurden provisorische Schutzmaßnahmen errichtet, um weitere Schäden zu
verhindern. Zudem unterstützten die Einsatzkräfte die Anwohner bei der Beseitigung der Schlammmassen.

Feuerwehrleute verhindern Schulausfall


Ein weiterer Einsatzschwerpunkt befand sich im Bereich Burgdorf. Die Kreisstraße zwischen Berel und Nettlingen war durch abgeschwemmten Schlamm stark verschmutzt und musste durch die Feuerwehr gereinigt werden. Betroffen war auch die Grundschule in Hohenassel: Dort drang ein Wasser-Schlamm-Gemisch aus einem angrenzenden Acker in das Gebäude ein. Vier Klassenräume sowie die Heizungsanlage standen unter Wasser. Umfangreiche Reinigungsarbeiten im Innen- und Außenbereich waren erforderlich, um den Schulbetrieb am folgenden Tag wieder zu gewährleisten.

In Sehlde wurden die Einsatzkräfte zunächst durch eine massive Ölspur gefordert, die trotz des Regens zu gefährlich glatten Straßenverhältnissen führte. Die betroffenen Bereiche wurden abgestreut. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass auch in das Feuerwehrhaus Wasser eingedrungen war, sodass zusätzliche Maßnahmen notwendig wurden.

„Die kurzen, aber extrem intensiven Regenfälle stellen uns immer wieder vor Herausforderungen. Besonders problematisch ist die Kombination aus bereits gesättigten Böden oder überlasteter Kanalisation, von denen Schlamm und Wasser unkontrolliert abfließen“, erklärt der Gemeindebrandmeister Christian Harbich.

Erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit konnten alle Einsatzkräfte wieder einrücken. Im Anschluss standen jedoch noch umfangreiche Reinigungs- und Wartungsarbeiten an Geräten und persönlicher Schutzausrüstung an. Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren aus Heere, Groß Elbe, Berel, Hohenassel, Burgdorf und Sehlde sowie der Gemeindebrandmeister und sein Stellvertreter.