Rohrbruch in DRK-Küche sorgt für Ausfall von bis zu sechs Monaten

Der DRK Inkusionsbetrieb Solferino hat aber eine Lösung gefunden: Ein "Foodtruck" soll weiterhin Speisen zur Verfügung stellen.

Corina Bornecke (links) und Sascha Bartels mit dem Klassiker, dem Burger, vor dem neuen Foodtruck.
Corina Bornecke (links) und Sascha Bartels mit dem Klassiker, dem Burger, vor dem neuen Foodtruck. | Foto: DRK

Wolfenbüttel. Der Inklusionsbetrieb DRK-Solferino Am Exer in Wolfenbüttel hat einen Weg durch die Krise gefunden. "Wir haben im Moment gleich mit zwei Problemen zu kämpfen", berichtet Corina Bornecke, Geschäftsführerin und Küchenchefin im Solferino. Neben den Auflagen der Regierung kam Ende des Jahres 2020 auch noch die Entdeckung eines Rohrbruchs hinzu, der offenbar schon seit Monaten das Erdreich flutete. "Nun müssen wir die gesamte Küche trockenlegen. Ein normaler Kochbetrieb ist ausgeschlossen." Corina Bornecke rechnet mit einer Küchenschließung von bis zu sechs Monaten. Ein "Foodtruck" soll nun helfen, den Küchenbetrieb trotzdem aufrechtzuerhalten.


Das neue Angebot heißt "Foodtruck". Er wurde vom DRK-Kreisverband angeschafft, um die Blutspenden in den Ortsvereinen zu unterstützen, kann aber auch bei Einsätzen des Katastrophenschutzes zum Einsatz kommen. "Ganz wichtig war bei dieser Investition die Förderung durch den Blutspendedienst Niedersachsen", unterstreicht Andreas Ring, Vorstand im DRK-Kreisverband.

"Foodtruck" startet bereits am Montag


"Unser Tagesgeschäft starten wir wieder am Montag, 11. Januar", kündigt die Köchin an. Auf dem großen Parkplatz vor dem Solferino werde dann ein Container stehen, aus dem heraus Essen verkauft wird. "Der DRK-Kreisverband hatte diesen Foodtruck eigentlich bestellt, um künftig den Ortsvereinen bei der Organisation von Blutspenden zu helfen, außerdem für Einsätze im Rahmen des Katastrophenschutzes", erzählt sie. "Nun kommt er uns in der Pandemie wie gerufen – das ist ja auch eine Art Katastrophe."

Zum sofort essen oder zum Lagern


Von Montag bis Freitag gebe es nun wieder frisch zubereitete Speisen Am Exer 17, und zwar von 11 bis 14 Uhr. Geplant ist folgender Ablauf: Die Kunden sollen direkt am Foodtruck bestellen, sich dann für ein paar Minuten die Beine vertreten und dann das Essen in einer Transportbox abholen. "Selbstverständlich haben wir die Gerichte auch eingeschweißt da, zum Warmmachen zu Hause." Überhaupt sei das vielleicht eine vernünftige Kombination, sagt Corina Bornecke: "Wer zu uns kommt, kann sich eine frische Mahlzeit zum Essen an dem Tag mitnehmen – und gleich ein paar weitere vorbereitete Gerichte für die nächsten Tage."

Dankbar für positive Resonanz


Die Speisekarte für die ganze Woche sei bewusst vielfältig gestaltet, neben unterschiedlichen Tagesgerichten gibt es immer drei verschiedene Suppen. Deren Programm wechselt wöchentlich. Übrigens startet die Woche mit einem besonderen Montag: "Zum Auftakt gibt es einen saftigen Spanferkelbraten", kündigt Corina Bornecke an. Neben den Tagesgerichten gibt es auch die beliebten Solferino-Klassiker, vor allem die Burger mit Beef oder Chicken oder vegetarisch. "Gerade nach unseren Burgern wurden wir oft gefragt." Überhaupt sei das Solferino-Team ganz begeistert von der Resonanz in der Bevölkerung. "Es kamen hier unheimlich viele Fragen an: Wann kommt ihr zurück? Wir vermissen euch." Das habe ihrer Mannschaft sehr gut getan. "Es war herzerwärmend und gut für die Motivation."

Diese Motivation wird in den kommenden Wochen noch wichtig sein, denn ab Mitte Januar geht es an die Sanierung der Küche. Auf dem hinteren Parkplatz wird eine Behelfsküche errichtet, um die nächsten Monate zu überbrücken. Denn nach wie vor werde im Solferino viel gekocht: "Wir bereiten täglich knapp 50 Portionen für die Not-Kindergärten zu", berichtet die Geschäftsführerin. Außerdem seien die Köche darauf vorbereitet, bei einer Öffnung der ersten Schulen Ende Januar wieder in die Zubereitung der Schulspeisung einzusteigen.


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