Rückholung aus Asse II - BUND Niedersachsen fordert Bürgerbeteiligung

"Auch der Dialog mit den Bürgern zu den Einzelheiten des Plans muss jetzt organisiert werden."

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Symbolbild. | Foto: Rudolf Karliczek

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Wolfenbüttel. Am vergangenen Freitag hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) den Plan zur Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Schachtanlage Asse II in einer Videokonferenz vorgestellt. Der BUND Niedersachsen fordert, dass hierzu umgehend eine gesellschaftliche Diskussion mit Bürgerbeteiligung organisiert wird – auch unter Corona-Bedingungen. Dies teilt der BUND in einer Pressemitteilung mit.


„Es hat rund ein Jahrzehnt gedauert, bis ein konkreter Rückholplan für die radioaktiven Abfälle der Asse II vorgelegt wurde“, sagt der BUND-Landesvorsitzende Heiner Baumgarten. „Die Bekanntgabe war mehr als überfällig – nun darf keine weitere Zeit verloren werden.“ Der BUND Niedersachsen begrüßt, dass mit der Veröffentlichung endlich eine Diskussion der Planungen möglich sei. Fragwürdig sei beispielsweise, warum die vorbereitenden Arbeiten bis zum Jahr 2033 dauern sollen und erst dann mit der eigentlichen Rückholung begonnen werden könne. „Wir erwarten, dass alle Möglichkeiten geprüft werden, das Verfahren zu beschleunigen“, so der Landesvorsitzende.

Bei der Anhörung im Bundestag am 21. April habe die BGE angekündigt, dass mit dem Rückholplan nun auch der Dialog mit den Genehmigungsbehörden begonnen werde. „Dabei darf man es nicht belassen: Auch der Dialog mit den Bürgern zu den Einzelheiten des Plans muss jetzt organisiert werden“, fordert Baumgarten. Gerade angesichts der Corona-Pandemie sei es wichtig, diesen Prozess sorgfältig zu planen. „Schließlich birgt das potenzielle Zwischenlager erhebliches Konfliktpotenzial und damit Diskussionsbedarf.“

Die Zwischenlagerung der Abfälle aus der Asse werde voraussichtlich mehrere Jahrzehnte dauern. Daher müssten hier höhere Sicherheitsanforderungen erfüllt werden als bei der bisherigen Zwischenlagerung anderer schwach und mittel radioaktiver Abfälle. Der BUND fordert, dass die Entscheidung für einen Zwischenlagerstandort umgehend getroffen werde, um weitere Verzögerungen bei der Rückholung auszuschließen. Dabei sei der zwischen Betreiber, Asse-Begleitgruppe und Arbeitsgruppe Optionen-Rückholung (AGO) abgestimmte Kriterienkatalog zu berücksichtigen. Auch der Bau der Schachtanlage Asse V muss beschleunigt werden.

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