Salzgitter/Wolfenbüttel/Goslar. Avacon informiert aktuell seine Gasnetzkunden darüber, dass im Jahr 2029 in zahlreichen Ortsteilen in Salzgitter sowie in Orten in den Landkreisen Wolfenbüttel und Goslar eine Erdgasumstellung von L-Gas (Low Calorific Gas) zu H-Gas (High Calorific Gas) stattfinden werde. Das kündigt Avacon in einer Pressemitteilung an.
Es geht in Salzgitter um die Ortsteile Bad, Barum, Beinum, Bruchmachtersen, Calbecht, Engelnstedt, Engerode, Flachstöckheim, Gebhardshagen, Gitter, Groß Mahner, Hallendorf, Heerte, Hohenrode, Lebenstedt, Lesse, Lichtenberg, Lobmachtersen, Ohlendorf, Reppner, Ringelheim und Salder und um Alt Wallmoden (Langelsheim, Landkreis Goslar) sowie Steinlah, Haverlah (Landkreis Wolfenbüttel).
Geräte müssen beim Kunden angepasst werden
Dort werde eine Erdgasumstellung von L-Gas (Low Calorific Gas) zu H-Gas (High Calorific Gas) stattfinden. Dieser Wechsel sei erforderlich, da die Verfügbarkeit von L-Gas in den kommenden Jahren abnehmen werde. H-Gas hat einen höheren Energiegehalt und wird in Zukunft die Versorgung sicherstellen. Im Vorfeld werde dazu laut einer Pressemitteilung der Avacon eine Erhebung der bei den Kunden installierten Gasgeräte wie Heizungskesseln, Küchenherden oder Warmwasserbereitern durchgeführt. Dies ist erforderlich, um die einzelnen Spezifikationen der Geräte zu erkennen und gegebenenfalls anzupassen, um sicherzustellen, dass sie auch mit H-Gas einwandfrei funktionieren. Die Anpassung der Heizungsanlage umfasst größtenteils den Austausch der Gasdüsen und eine Neueinstellung des Brenners. Die Anpassung der Gasgeräte sei für die Kunden kostenfrei.
Hintergrund dieser Anpassungsmaßnahme sind zurückgehende Lieferungen von Erdgas mit geringerem Energiegehalt (L-Gas) aus den Niederlanden. Derzeit werden rund 30 Prozent des deutschen Erdgasmarktes mit L-Gas (Low Calorific Gas), aus deutscher Eigenproduktion oder niederländischen Exporten, versorgt. Der kontinuierliche Rückgang der einheimischen und niederländischen L-Gas-Produktionsleistung erfordert in den kommenden Jahren eine Umstellung der 30 Prozent von L-Gas auf H-Gas (High Calorific Gas). H-Gas stammt insbesondere aus Norwegen, Niederlande, Belgien und deutschen Flüssiggas-Importen (LNG).
Die Anpassung der Geräte ist Schritt für Schritt in den kommenden Jahren bei allen Erdgas-Kunden in Norddeutschland und in Teilen Westdeutschlands erforderlich. Die Umstellung von L- auf H-Gas erfolgt mit einem ausreichenden Planungsvorlauf. Auf diese Weise sind durch den eigentlichen Umstellungsprozess keine Auswirkungen auf die Gasversorgung zu erwarten.

