Wolfenbüttel. Sekt oder Selters, barfuß oder Sneakers, alles oder nichts – für die MTV Herzöge steht in diesen Wochen alles auf dem Spiel! Am Sonntag empfangen sie die Aschersleben Tigers zum zweiten von vier Akten der „Endspielwochen“.
Spielbeginn in der Lindenhalle ist um 16 Uhr. Allein aufgrund der Bedeutung sind alle der noch ausstehenden „Finalbegegnungen“ anspruchsvoll, doch ohne Frage ist diese Hürde besonders hoch. Denn mit den Tigers gibt der Tabellendritte seine Visitenkarte in der Lindenhalle ab.
Herausragender Gäste-Akteur ist der US-amerikanische Forward Andrew Jones, der seine Mannschaft bei Punkten (20,4 pro Spiel), Korbvorlagen (3,6) und Ballgewinnen (3,1) anführt. Ähnlich wie Demetrius Ward auf Seiten der MTV Herzöge kann auch Jones auf eine ganze Reihe nationaler und internationaler Unterstützer bauen. Hervorzuheben sind dabei insbesondere der kräftige dänische Flügelspieler Mads Rasmussen (14,1Punkte / 5,5 Rebounds) und 2,11-Center Ljubisa Markovic (11,5 / 9,1) aus Serbien. Stärkster deutscher Akteur ist Kapitän und Routinier Sebastian Harke (Forward / 2,03m / 11,5 Pkt / 7,2 Reb).
Für nicht wenige Experten galten die Sachsen-Anhaltiner vor Saisonbeginn als Meisterschaftsfavorit Nummer Eins. Diese Einschätzung haben sie weitestgehend bestätigt, gehörten sie doch über die gesamte Saison hinweg gemeinsam mit Bernau und den MTV Herzögen zum Spitzentrio. Für den ganz großen Wurf wären Jones & Co. nun jedoch auf gehörige Schützenhilfe angewiesen. Neben einem hohen Sieg in Wolfenbüttel bräuchte es zusätzlich eine Niederlage der Lok aus Bernau, um in einem dann möglichen Dreiervergleich eventuell die Nase vorn zu haben – eher unwahrscheinlich. Dennoch sind die Verantwortlichen um den scheidenden Manager Alexander Rolle mehr als zufrieden mit der aktuellen Spielzeit, in der das Team von Trainer Michael Opitz lediglich dreimal nicht als Sieger vom Feld gehen konnte. Neben Auswärtsniederlagen in Bernau und beim Euroleague-Nachwuchs von ALBA Berlin dürfte vor allem der Stachel der Hinspielniederlage gegen die MTV Herzöge noch tief sitzen.
Mit 99:86 hatten die Lessingstädter Ende November die Nase nach 40 sehr intensiven Minuten vor einer tollen Kulisse vorne. Spielentscheidend war dabei das zweite Viertel, in dem sich die Herzöge in einen Offensivrausch spielten und ihrem Gegner ganze 37 Punkte einschenken konnten.
Die Formkurve von Spielertrainer Ward und seinem Team zeigte beim Auftritt in Göttingen wieder deutlich nach oben, was bei Geschäftsführer Nicolas Grundmann für Optimismus sorgt: „Es wird sicher kein Spaziergang, aber wir sind bereit für unser großes Ziel zu kämpfen. Ich hoffe, dass die Lindenhalle richtig voll wird, damit wir eine mindestens so tolle Atmosphäre wie beim Hinspiel in Aschersleben haben werden.“
Verzichten müssen die MTV Herzöge am Sonntag auf Kai Seidel (Urlaub), der Einsatz von Marius Pöschel (Krankheit) ist noch unsicher.
Spitzenspiel: MTV Herzöge empfangen Aschersleben Tigers
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