Stadtratsfraktion Bündnis90/Die Grünen zur IGS in Elm-Asse


Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Wolfenbüttel bezieht Stellung zu den Plänen einer IGS in Schöppenstedt. Foto: Privat
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Wolfenbüttel bezieht Stellung zu den Plänen einer IGS in Schöppenstedt. Foto: Privat | Foto: Privat



Wolfenbüttel. In Bezug auf den Antrag der Kreistagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen zur Einrichtung einer IGS im Bereich Elm-Asse (regionalWolfenbüttel.de berichtete) erreichte die Redaktion eine Pressemitteilung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Wolfenbüttel, die an dieser Stelle unkommentiert und ungekürzt veröffentlicht werden soll:



Ist die Einrichtung einer IGS in der Samtgemeinde Elm-Asse sinnvoll? Die Wolfenbütteler Stadtratsfraktion von Bündnis90/Die Grünen hat sich intensiv mit den Fakten auseinandergesetzt und nimmt wie folgt Stellung:

Die Anmeldezahlen an den beiden Integrierten Gesamtschulen sind derzeit stabil, allerdings könnten noch deutlich mehr leistungsstarke Kinder aufgenommen werden. An beiden Schulen wurden hier nur etwa 2/3 der vorhandenen Plätze belegt, die restlichen Plätze wurden entsprechend aufgefüllt. Die Nachfrage von Eltern, die ein gymnasiales Angebot an einer IGS nutzen möchten, scheint also ausgeschöpft. Für den Lernerfolg an einer Gesamtschule ist aber eine gute Mischung von leistungsstarken und leistungsschwächeren Kindern unabdingbare Voraussetzung.

Beide Gesamtschulen nehmen zurzeit Kinder aus dem gesamten Landkreis auf, jeweils etwa 50% aus der Stadt Wolfenbüttel und aus den anderen Gemeinden des Kreises. Im Falle der Errichtung weiterer Gesamtschulen im Landkreis würden die Anmeldezahlen an den vorhandenen Schulen massiv zurückgehen und würden unter Umständen auf eine Dreizügigkeit absinken. Das Schulgesetz sieht aber aus pädagogischen Gründen die Dreizügigkeit nur in absoluten Ausnahmefällen vor.

Mit dem Antrag auf Einrichtung einer IGS im Bereich Elm-Asse wird also sehenden Auges in Kauf genommen, dass die vorhanden Gesamtschulen in ihrem Bestand gefährdet sein könnten. Durchaus im Widerspruch dazu steht der gemeinsame Antrag von SPD und Grünen im Kreis, an der Henriette-Breymann-Gesamtschule eine Oberstufe einzurichten. Eine eigene Oberstufe wird aber bei einer drohenden Dreizügigkeit nicht realisiert werden können.

Abschließend muss die Frage erlaubt sein, ob es sinnvoll ist, alle Schulstandorte im Landkreis um jeden Preis zu erhalten - zu Lasten leistungsfähiger Systeme mit einem breiten Angebot.



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