Wolfenbüttel. Die Ökumenische Suppenküche ist seit über 18 Jahren eine feste Einrichtung in der Stadt. Wie in jedem Jahr zogen die ehrenamtlichen Mitarbeiter eine Bilanz der Winter- und Sommersaison 2014/2015.
Bei einem gemeinsames Frühstück zog man am Dienstagmorgen Bilanz. So wurden in der Winterzeit, November 2014 bis Ende März 2015, insgesamt 4595 Gäste in der Suppenküche beköstigt. Wie die Leiterin Marianne Effe mitteilte, habe der Tagesdurchschnitt bei 45 Personen gelegen. Insgesamt sei die Besucherzahl gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. "Wir hatten in 2014 zirka 150 Gäste weniger als im Vorjahr 2013", erzählte Effe. Der Rückgang sei durch Krankheit und Wohnort-Veränderungen zu erklären. In der Sommerzeit, jeden Mittwoch von April 2014 bis Oktober 2014, erhielten 826 Gäste Frühstück. Hinzugekommen seien in den vergangen Monaten auch einige Flüchtlinge aus dem Landkreis, erzählte Marianne Effe. "Es ist eine Herausforderung auch auf die unterschiedlichen Esskulturen einzugehen."
Freiwilliges Engagement
Rund 80 Ehrenamtliche helfen bei der Ökumenischen Suppenküche aus. ">Rund 80 Ehrenamtliche helfen bei der Ökumenischen Suppenküche aus. Foto: Sina Rühland
Das Ehrenamt lebt von freiwillig engagierten Bürgern. So dient das jährliche Abschluss-Frühstück zum Ende der winterlichen Suppenküchen-Saison auch der Danksagung. Rund 80 Ehrenamtliche helfen sporadisch beim Verköstigen der Gäste im Roncalli-Haus. Pfarrer Matthias Eggers lobte den Einsatz der Helfer und betonte die Wichtigkeit einer solchen ökumenischen Einrichtung. Er erfahre immer wieder positives Feedback der Gäste. "Die Suppenküche ist auch ein Ort der Begegnung und des Austausches", so Eggers. Menschen erhielten dort Unterstützung in Lebensfragen, sie könnten Strukturen erfahren und Teil der Gemeinschaft werden.
Die Suppenküche ist sowohl eine Einrichtung für Menschen mit geringem Lebensunterhalt, als auch für Bürger, die sozialen Anschluss suchen. Für viele der Gäste sei die Suppenküche die einzige Möglichkeit in der kalten Jahreszeit eine warme Mahlzeit zu erhalten, sagte Marianne Effe. Unterstützung erfährt die Einrichtung zu großen Teilen aus privaten Spenden. Auch ansässige Unternehmer spenden regelmäßig Lebensmittel für den täglichen Bedarf.

