Gielde. Nach dem letzten Spieltag, zwei Tiebreaks und dem Sieg gegen den Tabellenführer, hatten sich die Gielderinnen den vierten Tabellenplatz erkämpft und spielten dementsprechend hochmotiviert. Am Samstag, 24. Januar 2015 empfingende die Volleyball-Damen des TSV Gielde den USC Braunschweig und den MTV Salzgitter II.
Stellerin Aneka Gleis konnte krankheitsbedingt nicht antreten, übernahm dafür die Position des Coachs. Mit einer Angabenserie von Christine Weißenborn erspielte sich Gielde einen 8:0-Vorsprung, den sie mit sicherem Spiel erhielten. Eine Angabenserie von Karin Siems zum Ende des Satzes erweiterte den Vorsprung und so gewannen die Gielderinnen 25:13. Leider konnte diese Leistung im zweiten Satz nicht aufrecht erhalten werden. Salzgitter ging in Führung und viele Eigenfehler und verschlagene Angaben ließen den Satz 20:25 verloren gehen. Im dritten Satz waren beide Mannschaften gleichauf. Leider gab es einige umstrittene Schiedsrichterentscheidungen, die bei dem knappen Spielverlauf nicht unentscheidend waren, der Satz ging mit 23:25 an Salzgitter. Im vierten Satz sollte alles anders werden. Mit starken Angaben und Angriffen, sowie einer hochengagierten Abwehr gingen die Gielderinnen mit 8:3 in Führung. Zwei Angabenserien von Salzgitter drehten den Satz um, so dass Gielde plötzlich 15:22 in Rückstand lag. Dann ging Karin Siems zur Angabe und das Team erkämpfte sich mit sicherem Spiel die Chance auf den Satzgewinn zurück. Spielstand 21:22. Es war knapp. Heiß umkämpft. 22:24, der spielentscheidende Ball: Kristina Wojna nimmt ihn nicht an, da er direkt vor ihr ins Aus geht. Die Linienrichterin zeigt aus, die erste Schiedsrichterin entscheidet drinnen. Ein unglücklicher Ball, der den Gielderinnen letztendlich die Chance auf den Tiebreak nahm. So ging das Spiel 1:3 verloren.
Die Gielderinnen waren gefrustet. Das zweite Spiel gegen den Tabellenhöheren USC Braunschweig war als das schwierigere erwartet. Der erste Satz schien diese Erwartung zu bestätigen, die Gielderinnen kamen mit den Angaben der Braunschweiger nicht zurecht, vergaben damit viele Möglichkeiten zum Spielaufbau und verloren 17:25. Im zweiten Satz zeigten sie allerdings, dass sie dem USC durchaus gewachsen waren: Mit durchsetzungsstarkem Block und starken sowie platzierten Angriffen setzen sie den USC unter Druck, gingen in Führung: 10:6, 14:7, 17:11, 20:13 bauten sie diese kontinuierlich aus und gewannen 25:21. Im dritten Satz stellte USC-Trainerin Beckmann wieder von Anfang an ihre stärkste Sechs aufs Feld. Leider konnten die Gielderinnen dem anfangs wenig entgegensetzen, der Satz ging 11:25 verloren. Leider gab es aber auch mehrere Bälle, die von den großen Spielerinnen des USC überm Netz im gegnerischen Spielraum gespielt und nicht als übergegriffen abgepfiffen wurden. Im vierten Satz nach nunmehr 150 Spielminuten für den TSV Gielde aktivierten die die Gielderinnen noch einmal allen Kampfeswillen und ihre Stärke. Obwohl der USC schnell eine 4-Punkte-Führung ausbaute blieben die Gielderinnen dran und gaben keinesfalls auf. Bei 17:23 ging Imke Thiele an die Angabe und setzte den USC deutlich unter Druck. Wieder gab es eine beeindruckende Mannschaftsleistung, mit der sich Gielde zum 22:23 heran kämpfte. Wieder gab es eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung, als die letzte Angabe von I. Thiele als Antennenberührung abgepfiffen wurde und somit in dem Moment kein Ausgleich erreicht werden konnte. Das Spiel ging mit 28:26 denkbar knapp aus.
Leider konnte der TSV Gielde somit an diesem Tag keine Punkte erspielen, womit sie auf den fünften Tabellenplatz abrutschten. Trotz des teils unglücklichen Ausgangs bleibt festzustellen, dass die Gielderinnen an den letzten beiden Spieltagen gegen starke Gegner endlich einmal ihre Angriffsstärke zeigten und in schwierigen Spielphasen die Nerven behielten und in guter Mannschaftsleistung große Rückstände aufholen konnten.
Für den TSV Gielde spielten:
S. Mumme, I. Thiele, K. Siems, K. Wojna; C. Weißenborn; C. Thiele-Seidel, M. Herrmann, G. Fricke
TSV Gielde: Volleyballdamen ohne Heimsieg
| Foto: Dieter Nagel
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