Wie leben wir in Zukunft zusammen? Ostfalia sucht Antworten


An der Ostfalia dachten Experten und Politiker über das künftige Zusammenleben in der Gesellschaft nach.

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An der Ostfalia dachten Experten und Politiker über das künftige Zusammenleben in der Gesellschaft nach. Foto: Ostfalia | Foto: Ostfalia

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Braunschweig. Wie leben wir in Zukunft zusammen? Wie schaffen wir gute Lebensbedingungen für alle Bürger? Diese Frage stellten sich am heutigen Freitag die Teilnehmer der Fachtagung "Wirkungsorientierte Prävention im Sozialraum" der Fakultät Soziale Arbeit der Ostfalia in Wolfenbüttel. Das berichtet die Hochschule in einer Pressemitteilung.


„Gerade in den Arbeitsbereichen der Sozialen Arbeit ist die Vernetzung mit unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren vor Ort unabdingbar für eine gute und erfolgreiche Arbeit. Daher freut es mich sehr, dass unsere Fakultät durch diese Tagung eine Plattform geschaffen hat, auf der sich dem komplexen Thema der Prävention angenommen wird und wo Personen aus den verschiedensten Arbeitsfeldern zusammenkommen, gemeinsam diskutieren und voneinander profitieren können“, betonte Prof. Dr. Rosemarie Karger, Präsidentin der Ostfalia, in ihrer Begrüßungsrede, die sie vor den über 150 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Wohlfahrt, die sich an der Antwortensuche beteiligen wollten, hielt.

Kommunale Gemeinwesen hätten heutzutage mit zahlreichen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Armut, wenig gelingender Integration und sozialer Trennung wie zum Beispiel das Auseinanderbrechen von Nachbarschaften zu kämpfen. „Um diese Themen adäquat bearbeiten zu können, wird es in Zukunft nicht mehr möglich sein, mit politischen Standardantworten wie der einfachen Bereitstellung finanzieller Mittel auf diese sozialen Herausforderungen zu reagieren. In Zukunft wird es vielmehr um die gemeinsame Erarbeitung von Ideen und Zielen gehen, in denen Politik, Verwaltung und Soziale Arbeit Formen finden, mit Bürgerinnen und Bürgern auf lokaler Ebene gemeinsam an der Frage zu arbeiten, wie man vor Ort die Bedingungen für ein gelungenes Leben gemeinsam gestalten kann“, sagt Prof. Dr. Holger Wunderlich von der Ostfalia Hochschule.

Prävention soll höheren Stellenwert kriegen


Wie eben diese Lebensbedingungen gestaltet werden können, stellte der Sozialarbeitswissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Hinte in seinem Vortag vor, bei dem er die Idee der Sozialraumorientierung skizzierte. Dabei stand unter anderem die Frage im Vordergrund, warum Soziale Arbeit immer erst dann eingreift, wenn die Probleme vor Ort bereits ein solches Ausmaß angenommen haben, dass sie nur mit sehr viel und sehr teurem Aufwand bearbeitet werden können. Anschließendhätten die Organisatoren der Fachtagung, Prof. Dr. Olaf Lobermeier und Prof. Dr. Holger Wunderlich die bisherigen Konzepte der Prävention, der Sozialraumorientierung und der Wirkungsorientierung analysiert. „Obwohl in vielen Sozialräumen seit Jahren sehr gute Arbeit geleistet wird, ist und bleibt die Aktivierung der Menschen eine große Herausforderung. Es gilt darüber nachzudenken, ob und warum das Vertrauen in die vorhandenen Angebote fehlt und welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit sich noch mehr Akteure in die gemeinsame Sozialraumgestaltung einbringen“, fasste Prof. Dr. Holger Wunderlich zusammen.

Experten arbeiteten mit der Politk


Vor dem Hintergrund der theoretischen Eindrücke konnten die Teilnehmenden der Fachtagung in Workshops ihre regionalen Erfahrungen mit Konzepten herausarbeiten. Hierbei wurdenseien sie von externen Fachleuten, die bereits langjährige Erfahrung in diesem Bereich hätten, unterstützt worden. In Workshops hätten dieSprecherim Anschluss gemeinsam mit Vertretern aus der Politik gemeinsame Ziele und Konzepte erarbeitet „Das Ziel der Tagung war, einen inhaltlichen Impuls zu geben und die relevanten und interessierten Akteure zu vernetzen. Aufgrund der Erkenntnisse aus den Vorträgen und Workshops ist es uns möglich, unseren Zugang zu diesem Thema zu präsentieren und den Akteuren in der Region, nämlich Politik, Verwaltung und Sozialer Arbeit, ein Angebot zur Zusammenarbeit zu unterbreiten“, resümierte Lobermeier.