Wolfenbütteler Studierende auf Exkursion in Indien


| Foto: Ostfalia

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Wolfenbüttel. Unter dem Motto „Indien im Wandel“ reist zurzeit eine Gruppe von 20 Studierenden des Studiengangs Soziale Arbeit der Ostfalia Hochschule durch Indien. Die von Prof. Dr. Ludger Kolhoff geleitete Exkursion beinhaltet ein straffes Programm, denn im Vordergrund stehen unter anderem die Themen Sozialpolitik, Zivilgesellschaft, politische Entwicklung, Veränderung der Wirtschaftsstruktur sowie Kooperationen zwischen Indien und Deutschland. Am 14. Dezember traf sich die Gruppe in Frankfurt zum Abflug nach Delhi. Von Mumbai (ehem. Bombay) aus ging es am 21. dieses Monats wieder zurück, um rechtzeitig zum Weihnachtsfest zu Hause zu sein.

Am 15. Dezember landeten die Teilnehmer auf dem Internationalen Flughafen in New Delhi – und damit in der Hauptstadt der Republik Indien. Sie zählt mit über 13 Millionen Einwohnern weltweit zu den Megastädten, ebenso wie Mumbai mit einer Bevölkerung von circa 18 Millionen Menschen. Dies schafft weite Handlungsfelder in der Sozialen Arbeit und macht die Exkursion für die Studierenden aus Wolfenbüttel so interessant. Denn der einwöchige Aufenthalt ermöglicht es den Studierenden, Einblicke in die kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt Indiens zu nehmen. Des Weiteren lernen sie soziale Strukturen und besondere soziale Probleme des Subkontinents kennen und haben die Möglichkeit, sich mit den Veränderungsprozessen des Landes auseinandersetzen.

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Die Wolfenbütteler Studierenden vor der Deutschen Botschaft in New Delhi
(links: Prof. Dr. Ludger Kolhoff). Foto: Ostfalia



Bereits am ersten Tag besuchten die angehenden Sozialarbeiter und Sozialpädagogen die Deutsche Botschaft in New Delhi. Hier begrüßte Sozialattaché Dr. Jürgen Wuttke die Gruppe. „Wir erhielten durch ihn einen informativen ersten Einblick über das Leben in Indien und sprachen mit ihm über die Zivilgesellschaft, die sozialpolitische Lage, die Berufsausbildung und die Stellung der Frau in Indien. Auch konnten wir anhand von Statistiken die Verhältnisse in Indien zu Deutschland vergleichen“, berichtet Studentin Manuela Kinel per E-Mail aus Indien. Als nächste Station stand der Besuch der Friedrich-Ebert-Stiftung in New Delhi zum Thema „Gesellschaftliche Konflikte in Indien“ an, sowie der Besuch der Guru Gobind Singh Indraprastha University – eine Partneruniversität der Ostfalia. Weitere Programmpunkte waren Gespräche mit Vertretern der Heinrich-Böll-Stiftung und ihren Partnern, der Besuch des Projekts der Missionaries of Charity vom Orden der Mutter Teresa, sowie der Besuch der St. Aloysius High School. Am vierten Aufenthaltstag bestieg die Gruppe den Schnellzug und setzte die Exkursion im rund 1400 Kilometer entfernten Mumbai (ehem. Bombay) fort. Hier wurden sie von der Ghandi Gesellschaft und später vom Goethe Institut empfangen. Am Freitag waren die Studierenden in der Stadt Pune, um die Symbiosis Law School Pune zu besuchen und das dortige VW-Werk zu besichtigen. Einen Tag später ging es zurück nach Mumbai, um Stadtteile und Wohngebiete zu besichtigen - bis es dann am 21.12. „Mombai – Frankfurt“ hieß.

Studentin Madeleine König per E-Mail: „Beeindruckend an Indien finden wir die Freundlichkeit, Offenheit und Hilfsbereitschaft der Bevölkerung sowie der Mitarbeiter in den Stiftungen, trotz unserer kritischen Fragen. Besonders gut, aber auch rührend, fanden wir die Einrichtung Mutter Theresa, die geistig und körperlich beeinträchtigte Kinder auf der Straße aufsuchen und sie liebevoll versorgen.“

Prof. Dr. Ludger Kolhoff dazu abschließen: „Indien mit seinen 1,2 Milliarden Menschen gilt als schlafender Elefant, der aufwacht und ähnlich wie China immer stärker wird. Dabei kann Indien anders als Deutschland und China auf eine demographische Dividende hoffen. 50 Prozent der Bevölkerung sind jünger als 20 Jahre und ein weiteres Plus: Indien ist eine Demokratie, in der politische, wirtschaftliche und soziale Bezüge nicht autokratisch bestimmt werden können. Was in Indien, der größten Demokratie der Welt, passiert, kann uns deshalb nicht gleichgültig sein“, so Kohlhoff, Leiter der Exkursion und des Master-Fernstudiengangs Sozialmanagement an der Ostfalia Hochschule am Campus Wolfenbüttel.