Wolfenbüttel. Auf immer mehr Spielplätzen sind Wildbienen zu beobachten – aktuell vermehrt auch auf dem Spielplatz am Södeweg. Ebenso sind die Sandflächen der Spielplätze in der Kolpingstraße sowie Am Buschkopf im Ortsteil Linden betroffen. Das Auftreten der Wildbienen ist ein positives Signal für eine intakte Umwelt und bietet zugleich eine wertvolle Gelegenheit, Kindern die Natur näherzubringen. Darüber informiert die Stadt Wolfenbüttel in einer Pressemitteilung.
Wildbienen zählen zu den wichtigsten Bestäubern überhaupt. Im Gegensatz zur Honigbiene leben sie überwiegend solitär und nisten in kleinen Hohlräumen, im Boden oder in Totholz. Insbesondere naturnah gestaltete Spielplätze bieten ideale Lebensbedingungen: Blühflächen statt kurz gemähter Rasen sowie sandige Bereiche schaffen wertvolle Lebensräume, die zunehmend selten geworden sind.
Friedliche Lebensweise
Wildbienen sind nicht aggressiv, so die Stadtverwaltung weiter. Ihr vermehrtes Auftreten sei saisonal bedingt und erstrecke sich in der Regel von April bis Ende Mai. In Sandflächen und kleinen Erdhügeln legen sie Niströhren an, verteidigen ihre Brut jedoch nicht. Eine Bekämpfung ist gemäß Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) verboten und sei aufgrund der friedlichen Lebensweise der Tiere auch nicht erforderlich. Zudem sei der Stachel vieler Wildbienenarten zu schwach, um die menschliche Haut zu durchdringen.
Für Kinder würden Wildbienen in der Regel keine Gefahr darstellen. Dennoch wird empfohlen, achtsam und respektvoll mit den Tieren umzugehen.

