Wolfsburg. Mit dem Programm "Wurzeln schlagen für Wolfsburg" möchte die Stadt das erfolgreiche Baumspendenprogramm künftig noch sichtbarer machen, weiterentwickeln und auf eine einheitliche Grundlage stellen. Eine entsprechende Vorlage wird erstmals im Planungs- und Bauausschuss am Donnerstag, 4. Juni, beraten und soll im Rat der Stadt am 17. Juni verabschiedet werden, wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung ankündigt.
Mit der neuen Richtlinie schaffe die Stadt einen klaren, strukturierten und rechtssicheren Rahmen für Baumspenden im Stadtgebiet. Sie regle verbindlich, wie Baumspenden künftig umgesetzt werden, und definiere zentrale Punkte wie Pflanz- und Ersatzmaßnahmen, Pflegezeiträume sowie den Umgang mit möglichen Ausfällen. Damit werde das Programm transparenter, verlässlicher und für alle Beteiligten leichter nachvollziehbar.
Das ist geplant
Ziel sei es, die Begrünung im Stadtgebiet weiter zu fördern und Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie Institutionen noch stärker einzubinden. Das Baumspendenprogramm soll deshalb künftig unter dem Motto "Wurzeln schlagen für Wolfsburg" geführt und durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit begleitet werden. Geplant ist unter anderem eine Postkartenkampagne, um das Angebot bekannter zu machen und noch mehr Menschen für eine Baumspende zu gewinnen.
„Mit "Wurzeln schlagen für Wolfsburg" verbinden wir Klimaschutz, Stadtgrün und bürgerschaftliches Engagement auf sehr konkrete Weise. Jeder gespendete Baum ist ein sichtbares Zeichen für Verbundenheit mit unserer Stadt und ein Beitrag zu mehr Lebensqualität in Wolfsburg“, betont Oberbürgermeister Dennis Weilmann. „Wir möchten noch mehr Wolfsburgerinnen und Wolfsburger dazu ermutigen, sich an diesem schönen und nachhaltigen Projekt zu beteiligen.“
Anpassung der Spendenhöhe
Vorgesehen sei außerdem eine Anpassung der Spendenhöhe auf 400 Euro. Damit würden Spenderinnen und Spender künftig einen wichtigen Beitrag zur Pflanzung eines Baumes leisten. Die tatsächlichen Gesamtkosten lägen jedoch deutlich höher: Den überwiegenden Anteil übernimmt demnach weiterhin die Stadt Wolfsburg. Pro Baum trage die Stadt rund 1.500 Euro zusätzlich und stelle damit sicher, dass Pflanzung, Entwicklungspflege und langfristige Sicherung fachgerecht umgesetzt werden können.
Gewinn für das Stadtklima
„Die neue Spendenhöhe bildet den Beitrag der Bürgerinnen und Bürger angemessen ab, ohne die tatsächlichen Kosten vollständig an sie weiterzugeben. Die Stadt Wolfsburg investiert bewusst einen erheblichen Anteil in das Programm, weil jeder zusätzliche Baum ein Gewinn für das Stadtklima, die Aufenthaltsqualität und die ökologische Vielfalt ist“, erklärt Erster Stadtrat und Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide. „Mit der Richtlinie schaffen wir zugleich die notwendige Verlässlichkeit, um das Baumspendenprogramm dauerhaft erfolgreich fortzuführen.“
In der Spendenrichtlinie werden unter anderem Ziel und Zweck des Programms, der räumliche Geltungsbereich, die möglichen Spendenarten sowie Fragen zu Pflege und Bestand konkretisiert. So entsteht eine verlässliche Grundlage, um Baumspenden künftig einheitlich, nachvollziehbar und wirkungsvoll umzusetzen.

