Wolfsburg. Der geförderte Glasfaserausbau in Wolfsburg geht jetzt in die Bauphase – das teilt die Verwaltung mit. Mit dem Spatenstich startet die Stadt im September den Ausbau in bislang unterversorgten Gebieten im Norden und Süden, den so genannten Grauen Flecken. Rund 3.000 Adressen werden berücksichtigt.
Schon heute haben über 90 Prozent der Wolfsburger Haushalte die Möglichkeit, einen Glasfaseranschluss zu buchen. Mit dem geförderten Ausbau der sogenannten Grauen Flecken sollen nun gezielt die verbliebenen Versorgungslücken geschlossen werden.
In diesen Gebieten in Wolfsburg wird jetzt ausgebaut
Ausgebaut wird gezielt dort, wo bislang keine ausreichende Internetversorgung vorhanden ist und Telekommunikationsunternehmen den Ausbau nicht selbst übernehmen. Im Norden betrifft das unter anderem Wendschott, Brackstedt und Velstove, im Süden Barnstorf, Hehlingen und die Schleusensiedlung Sülfeld. Hinzu kommen weitere kleinere Gebiete. Insgesamt werden rund 117 Kilometer neue Glasfasertrassen gebaut. „Mit dem Ausbau schließen wir bestehende Lücken und schaffen gleichzeitig eine Infrastruktur, von der Wolfsburg langfristig profitieren wird. Im Jahr 2027 wird die ganze Stadt mit schnellem Internet ausgestattet sein“, sagt Oberbürgermeister Dennis Weilmann.
Zwei Baugebiete – ein gemeinsames Ziel
Die Bauarbeiten sind in zwei Gebiete aufgeteilt. Im Norden übernimmt die Kuhlmann Leitungsbau GmbH & Co. KG den Ausbau. Geplant sind dort rund 65 Kilometer neue Trassen. Im Süden errichtet die Christian Punzel Tief- und Straßenbau GmbH rund 52 Kilometer Trasse.
Die Arbeiten beginnen im September und sollen in den einzelnen Ortschaften möglichst parallel anlaufen. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich rund zehn Monate. Fertige Abschnitte des Glasfasernetzes sollen schrittweise in Betrieb genommen werden.
„Glasfaser ist eine entscheidende Investition in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Die Anforderungen an digitale Anwendungen und Datenübertragung werden weiter steigen – in Unternehmen, Schulen, Verwaltung und im privaten Alltag. Mit dem Ausbau schaffen wir deshalb eine leistungsfähige und langfristig tragfähige Infrastruktur. Dass wir nun in die Bauphase starten, ist nach der umfangreichen Vorbereitung ein wichtiger Meilenstein für Wolfsburg und für die bislang unterversorgten Ortsteile“, erklärt Stadtrat Jens Hofschröer.
Rund 17 Millionen Euro für die digitale Infrastruktur
Das aktuelle Projektvolumen beträgt rund 17 Millionen Euro. Unterstützt wird der Ausbau durch das Gigabit-Förderprogramm des Bundes und das Land Niedersachsen. Die Förderung setzt dort an, wo ein Ausbau durch private Telekommunikationsunternehmen bislang nicht wirtschaftlich war.
Die Stadt setzt dabei auf ein Betreibermodell: Sie lässt die grundlegende Netzinfrastruktur mit Leerrohren, Glasfaserkabeln und Verteilern errichten und bleibt deren Eigentümerin. Den Betrieb übernimmt die WOBCOM. Das Netz ist grundsätzlich auch für andere Telekommunikationsanbieter offen.
Erste Abschnitte gehen schrittweise ans Netz
Die Arbeiten in den beiden Baugebieten sollen voraussichtlich bis Juli 2027 abgeschlossen werden. Fertiggestellte Teilnetze werden nach und nach in Betrieb genommen. Der Abschluss des Gesamtprojekts ist in 2027 vorgesehen.

