Region. Zum Tag des offenen Denkmals öffnen historische Gebäude, Kirchen, Industrieanlagen und besondere Orte in der Region ihre Türen. Unter dem Motto „Netzwerke“ geht es in Führungen und Veranstaltungen nicht nur um die Bauwerke selbst, sondern auch um die Menschen, Geschichten und Verbindungen, die mit ihnen verknüpft sind. Ein Überblick über ausgewählte Veranstaltungen in der Region.
Salzgitter
Wasserturm Lobmachtersen: Der historische Wasserturm öffnet seine Türen und macht seine Geschichte und architektonische Bedeutung erlebbar. Die Dorfgemeinschaft bietet Einblicke in das denkmalgeschützte Bauwerk und verbindet Kulturgeschichte mit einem stimmungsvollen Open-Air-Erlebnis sowie kulinarischen Angeboten.
Fördergerüst Konrad 1: Das denkmalgeschützte Fördergerüst der Schachtanlage Konrad 1 gehört zu den markanten Industriedenkmälern Salzgitters. Besucher erfahren mehr über die besondere Konstruktion als vollständig genietete Doppelbockfördergerüst und über die Erhaltung des Bauwerks. Führungen: 10–11, 11:15–12:15, 12:30–13:30 und 13:45–14:45 Uhr, Anmeldung erforderlich: info-konrad@bge.de oder 05341 4016050.
St. Marien in Engerode: Die St.-Marien-Kirche zählt zu den ältesten erhaltenen Kirchen Salzgitters. Besonders sehenswert sind die originalen Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert, die in den 1960er-Jahren wieder freigelegt wurden. Denkmalführung: bei Bedarf.
Gedenkstätte KZ Drütte: Die Führung widmet sich den Netzwerken des ehemaligen KZ-Außenlagers Drütte und weiteren Lagerstrukturen in Salzgitter. Sie informiert über die Geschichte des Lagers und das Schicksal der dort inhaftierten Menschen. Anschließend kann die Ausstellung selbstständig besichtigt werden. Führung: 11–13 Uhr, Treffpunkt: Salzgitter AG, Tor 1, Eisenhüttenstraße, 38239 Salzgitter-Watenstedt. Anmeldung über die Volkshochschule Salzgitter.
Burgruine Salzgitter-Lichtenberg: Auf dem Bergfried der mittelalterlichen Burgruine wartet eine beeindruckende Aussicht über das Braunschweiger Land. Die Führungen vermitteln Wissenswertes über die im 12. Jahrhundert entstandene Burganlage, ihre Bedeutung für die Welfen und ihre spätere Entwicklung zum romantischen Ausflugsziel. Führungen: jeweils zur vollen Stunde.
St. Nicolai in Gebhardshagen: Die St.-Nicolai-Kirche öffnet ihre Türen unter dem diesjährigen Motto „Netzwerke: Denkmale & Infrastruktur“. Besucher können den historischen Kirchenraum entdecken und seine Bedeutung für den Stadtteil kennenlernen.
Dorfcafé Alt Bleckenstedt: Das 1792 errichtete Fachwerkhaus wurde denkmalgerecht und mit historischen, ökologisch unbedenklichen Materialien restauriert. Heute beherbergt es das Dorfcafé. Neben Führungen laden Speisen und Getränke zum Verweilen ein; Kinder können den Cafégarten und die Hoftiere entdecken. Denkmalführungen: bei Bedarf.
Wolfenbüttel
Prinzenpalais: Das Prinzenpalais verbindet Jahrhunderte Wolfenbütteler Geschichte mit Kunst und Kultur. Bei Führungen werden unter anderem das Haupthaus von 1603, der fürstliche Anbau mit Festsaal, der Nachlass des Hofmalers Heinemann, der historische Tresorraum und die Sammlung historischer Tasteninstrumente vorgestellt. Führungen um 10, 11:30, 13, 14:30 und 16 Uhr, Dauer: ca. 45–60 Minuten, Eintritt: frei
Logenhaus „Wilhelm zu den drei Säulen“: Das historische ehemalige Hofbeamtenhaus öffnet Bereiche, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. Führungen geben Einblicke in Architektur, Geschichte und heutige Nutzung des Hauses sowie in Traditionen und Wirken der Freimaurerei. Anmeldung: nicht erforderlich, Eintritt: frei.
Lessing-Loge: 120 Jahre Lessing-Loge / 100 Jahre Haus der Lessing-Loge – Das markante Logenhaus von 1926 fällt durch seine besondere Architektur und die Buntglasfenster auf. Führungen durch das Haus und das Ordensmuseum des Deutschen Druiden-Ordens stellen Geschichte, Architektur und die Arbeit der Loge vor. Öffnungszeit: 11–16 Uhr, Eintritt: frei, Spende zum Erhalt des Hauses erbeten.
Auf den Spuren von Gotthold Ephraim Lessing: Eine Führung durch das Lessinghaus beleuchtet Leben, Werk und Wirken des berühmten Schriftstellers. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Lessings Tätigkeit als Bibliothekar, seine persönlichen Lebensumstände und seine Bedeutung bis heute. Anmeldung erforderlich unter 05331/808-203 oder kulturprg@hab.de.
Wolfsburg
VW-Bad: Das denkmalgeschützte VW-Bad gehört seit 75 Jahren zum Wolfsburger Stadtbild. Besucher können die Geschichte des Freibades kennenlernen und bei einer Führung Bereiche entdecken, die normalerweise nicht zugänglich sind. Öffnungszeit: 10–15 Uhr, Führungen: 10 und 12 Uhr „Das VW-Bad und seine Geschichte“; 14 Uhr „Ein Freibad hinter den Kulissen“, Anmeldung erforderlich.
Schloss Wolfsburg – „Deine Geschichte“: Das historische Schloss mit seinen mittelalterlichen Ursprüngen und der späteren Renaissanceanlage lässt sich bei verschiedenen Angeboten entdecken. Führungen, ein Familientag, ein Kreativworkshop und Einblicke in sonst verschlossene Bereiche machen die Schlossgeschichte für Groß und Klein erlebbar. Führungen „Schloss Wolfsburg: Deine Geschichte“: 13 und 15 Uhr; „Schloss Wolfsburg: Deine Türme“: 14 und 16 Uhr, Anmeldung erforderlich. Familienworkshop „Wir bauen Denkmäler!“: 12–14 Uhr, Eintritt frei.
Braunschweig
Klosterkirche Riddagshausen: Nach einer Andacht um 12 Uhr startet eine Spendenkampagne für die Sanierung des Kirchendachs. Führungen führen durch die Kirche, den Dachstuhl, Klostergarten, Park und das Zisterziensermuseum. Für Kinder gibt es kurze Klostergeschichten. Andacht: 12 Uhr, Kinderprogramm: 13–16 Uhr jeweils zur vollen Stunde.
Buchhorst – ehemaliger Schießstand der Wehrmacht: Die Führung erinnert an die Geschichte des ehemaligen militärischen Schießübungsplatzes in der Buchhorst. Thematisiert werden insbesondere die Nutzung während der NS-Zeit und die dort begangenen Verbrechen. Anmeldung erforderlich: 05331 93 55 01-0 oder wolfenbuettel.veranstaltungen@stiftung-ng.de.
Roggenmühle Lehndorf: Die 1912 errichtete Roggenmühle gehört zu den imposantesten Industriedenkmälern Braunschweigs. Besucher erhalten Einblicke in die wechselvolle Geschichte des Bauwerks, das von Bränden sowie zahlreichen Umbauten geprägt wurde. Rund um die Mühle gibt es ab 10 Uhr ein buntes Programm und gastronomische Angebote. Besonderheit: Der 1934 errichtete Wasserturm kann von 10 bis 16 Uhr im Rahmen von Führungen bestiegen werden. Weitere Infos und Anmeldung: forum-industriekultur.de/veranstaltungen
Gedenkstätte Schillstraße: Das Gedenkstättengebäude in der Schillstraße öffnet seine Türen und informiert über die Geschichte des historischen Ortes und die heutige Arbeit der Gedenkstätte. Bei Rundgängen durch die Außenanlagen werden bauliche Relikte, Erinnerungszeichen und die Geschichte des ehemaligen KZ-Außenlagers erläutert. Öffnungszeit: 11–16 Uhr, Führungen: 11:30 und 14 Uhr, jeweils ca. 90 Minuten
Helmstedt
paläon Forschungsmuseum – Ausgrabung Schöningen: Archäologen berichten aus erster Hand über die Ausgrabungen in Schöningen und aktuelle Forschungsergebnisse. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Leben vor rund 300.000 Jahren am Seeufer aussah. Öffnungszeit: 11–17 Uhr; Führungen: 11, 12:30, 14 und 15:30 Uhr, Eintritt frei, Spende erbeten.
Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn: Am ehemaligen größten innerdeutschen Grenzübergang wird Geschichte unmittelbar erfahrbar. Bei öffentlichen Rundgängen können die historischen Kontrollanlagen, Abfertigungsbaracken, Kontrollgaragen und Verhörräume besichtigt werden. Im Mittelpunkt stehen auch die Erfahrungen und Schicksale der Menschen, die hier die Grenze passierten. Öffentliche Rundgänge: 10, 14:30 und 15:30 Uhr, Familienführungen: 12 und 15 Uhr; Grenzdenkmal Hötensleben: Rundgang um 13 Uhr.
Gifhorn
Historisches Museum Schloss Gifhorn: „Zahlen und Zeichen“ – Gemeinsam mit weiteren Museen widmet sich das Historische Museum dem Jahresthema „Netzwerke“. Im Mittelpunkt steht die Sonderausstellung „Vom Taler zum Token – Eine Zeitreise durch die Welt des Geldes“ mit besonderen Objekten und internationalen Leihgaben. Öffnungszeit: 11–17 Uhr: Kuratorenführungen: 11:30 und 14:30 Uhr; Goldwaschen: 11–12:30 Uhr und 14–17 Uhr.
EMMA – Museumswohnung im Kavalierhaus: Unter dem Titel „Was Zahlen im und am Kavalierhaus erzählen“ gehen kurze Führungen ungewöhnlichen Zahlen und Datierungen am und im historischen Gebäude auf den Grund. Kurzführungen: 14:15–16 Uhr, Dauer: jeweils ca. 15 Minuten.
Peine
Haus der Lessing-Loge: Das 1926 errichtete Haus der Lessing-Loge beeindruckt mit seiner historistischen und expressionistischen Architektur sowie restaurierten Glasmalereifenstern. Heute wird das denkmalgeschützte Gebäude kulturell genutzt und beherbergt das Museum der Deutschen Druiden. Führungen: ab 11 Uhr, alle 45 Minuten bis 15:30 Uhr, Dauer: jeweils ca. 45 Minuten
St. Urban-Kirche und Gruft Klein Ilsede: Die St.-Urban-Kirche öffnet ihre Türen und ermöglicht auch einen Blick in die historische Gruft. Bei einer kleinen Führung erfahren Besucher Wissenswertes über die Geschichte und Besonderheiten des Gotteshauses. Öffnungszeit: 13–16 Uhr, Führung im Rahmen des Besuchs.
Korn- und Senfmühle Blumenhagen: Die historische Motormühle Blumenhagen öffnet an zwei Tagen ihre Türen. Nach jahrzehntelangem Stillstand wurde die Mühle restauriert und 2015 wieder in Betrieb genommen. Heute wird dort wieder handwerklich Senf und Getreide für Vollkornmehle produziert. Bei der Besichtigung lässt sich die vollständig restaurierte und funktionsfähige Mühlentechnik entdecken. Öffnungszeiten: Samstag, 12. September, und Sonntag, 13. September, jeweils 11–18 Uhr.
Rittergut Oberg: Das historische Wasserschloss Rittergut Oberg öffnet seine Tore und lädt zu einem Spaziergang durch den englischen Landschaftspark ein. Skulpturen, eine barocke Reithalle und die landwirtschaftliche Nutzung des Gutes vermitteln einen Eindruck vom Leben auf dem traditionsreichen Rittergut. Ergänzt wird das Programm durch Kaffee und Kuchen sowie einen Vortrag zur Baugeschichte und Ästhetik der Burg Oberg. Öffnungszeit: 10:30–18 Uhr.
Bismarckturm Oberg: Der Bismarckturm ist nur zu besonderen Anlässen geöffnet und bietet daher eine seltene Gelegenheit zur Besichtigung. Wer den Turm erklimmt, wird mit einem weiten Blick über die Landschaft belohnt. Der Heimatverein Oberg engagiert sich für den Erhalt des markanten Bauwerks. Öffnungszeit: 11–16 Uhr.
Umformerstation der Ilseder Hütte: Auf dem ehemaligen Gelände der Ilseder Hütte öffnet die Umformerstation. Exponate, Modelle, historische Fotos und ein Film erzählen von der Geschichte des traditionsreichen Hüttenstandortes und seiner Bedeutung für das Leben und Arbeiten in der Region. Öffnungszeit: 11–16 Uhr.
Heilig-Geist-Kirche Groß Bülten: Die neugotische Heilig-Geist-Kirche wurde 1903 von der Ilseder Hütte für ihre Beschäftigten finanziert. Unter dem Titel „Eisenkunst in der Kirche“ beleuchten kurze Führungen die Verbindung zwischen Industriegeschichte und Kirchenbau. Führungen: 11, 13, 15 und 17 Uhr, Dauer: jeweils ca. 30 Minuten.
Goslar
Kaiserpfalz Goslar: Die Kaiserpfalz steht zum Tag des offenen Denkmals ganz im Zeichen des Mottos „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Bei einer Spezialführung und einem Bildervortrag geht es um die Kaiserpfalz als Knotenpunkt politischer, kultureller, wirtschaftlicher und logistischer Verbindungen im Mittelalter. Die Spezialführung „Deutsch oder doch nicht so deutsch?“ beleuchtet ab 10 Uhr die europäischen Bezüge der Kaiserpfalz und ihrer Wandmalereien. Um 15:30 Uhr folgt im Wintersaal der Bildervortrag „Wer hielt die Pfalz am Laufen? – Menschen, Waren und Netzwerke hinter dem Kaiserhof“. Dabei geht es um die Menschen, Waren, Verkehrswege und organisatorischen Strukturen, die den Aufenthalt mittelalterlicher Herrscher und ihres Gefolges ermöglichten.
Spezialführung: 10 Uhr, Bildervortrag: 15:30 Uhr, Wintersaal, Eintritt frei, Anmeldung empfohlen: kaiserpfalz@goslar.de oder 05321 704-437

