Für mehr Teilhabe: Stadt plant Seniorenbeirat

Um die gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen in Wolfsburg zu verbessern, soll ein neues Gremium geschaffen werden.

Symbolbild.
Symbolbild. | Foto: Pixabay

Wolfsburg. Die Stadt Wolfsburg will die politische und gesellschaftliche Beteiligung älterer Menschen stärken. Hierfür soll ein Seniorenbeirat als unabhängige Interessenvertretung der älteren Bevölkerung eingerichtet werden. Eine Entscheidung trifft der Rat der Stadt Wolfsburg im Juni, wie es in einer Pressemitteilung der Verwaltung heißt.



„Mit dem neuen Gremium reagieren wir auf den demografischen Wandel und die zunehmende Vielfalt der Lebenssituationen älterer Menschen. Unser Ziel ist es, Seniorinnen und Senioren künftig noch stärker in kommunale Entscheidungsprozesse einzubinden und ihre Interessen sichtbar zu vertreten“, erklärt Oberbürgermeister Dennis Weilmann. Sozialdezernentin Iris Bothe weiter: „Mit der Einrichtung des Seniorenbeirates setzt die Stadt Wolfsburg ein Zeichen für mehr gesellschaftliche Teilhabe, Inklusion und eine generationengerechte Stadtentwicklung.“

Sitz im Sozial- und Gesundheitsausschuss


Der Seniorenbeirat soll aus Delegierten verschiedener gesellschaftlicher Gruppen sowie freien, nicht organisierten Senioren bestehen. Insgesamt seien zwischen neun und 17 Mitglieder vorgesehen. Bei der Zusammensetzung sollen insbesondere Vielfalt, eine ausgewogene Vertretung der Stadtteile sowie Geschlechtergerechtigkeit berücksichtigt werden. Darüber hinaus soll der Seniorenbeirat künftig mit einem beratenden Sitz im Sozial- und Gesundheitsausschuss vertreten sein. Damit sollen ältere Menschen eine direkte Stimme in wichtigen sozial- und gesundheitspolitischen Fragen der Stadt erhalten.

Engagement soll attraktiver werden


Dass Wolfsburg überhaupt auf gewachsene Strukturen aufbauen kann, sei dem langjährigen Einsatz der Ehrenamtlichen im Seniorenring Wolfsburg e.V. zu verdanken. Ihr Engagement habe über Jahre dafür gesorgt, dass die Belange älterer Menschen nicht ungehört bleiben. Die Stadt wolle dieses Fundament in die Zukunft tragen – mit organisatorischer Unterstützung durch den Senioren- und PflegeStützpunkt, damit ehrenamtliches Engagement für ältere Menschen leichter und attraktiver wird. Die Amtszeit der Mitglieder beträgt jeweils zwei Jahre.

So geht es weiter


Hintergrund der Neuausrichtung sei nun unter anderem die schwierige Situation des Seniorenrings Wolfsburg e.V., der zuletzt zunehmend Probleme gehabt habe, ehrenamtliche Vorstandsmitglieder zu gewinnen. Nach der geplanten Beschlussfassung im Juni sollen im Herbst die Delegierten ausgewählt und zur konstituierenden Sitzung eingeladen werden. Die offizielle Konstituierung des Seniorenbeirates ist für November vorgesehen, sodass der Beirat seine Arbeit parallel zur neuen Wahlperiode des Rates der Stadt Wolfsburg aufnehmen kann.

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