Wolfsburg. Die Stadt Wolfsburg beabsichtigt, den Nachlass des Fotografen Heinrich Heidersberger dauerhaft für die Stadt zu sichern und in der Städtischen Galerie Wolfsburg zu verorten. Das kündigt die Verwaltung in einer Pressemitteilung an. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss berät zunächst der Kulturausschuss am 27. Mai, bevor die weiteren politischen Gremien folgen.
„Das Werk von Heinrich Heidersberger ist eng mit der Geschichte und Identität Wolfsburgs verbunden“, erklärt Oberbürgermeister Dennis Weilmann. „Seine Fotografien zeigen eindrucksvoll die Entwicklung unserer Stadt und prägen bis heute das Bild Wolfsburgs weit über die Region hinaus. Die geplante Sicherung des Nachlasses ist deshalb ein wichtiges kulturpolitisches Signal.“
Gute Bedingungen für den Nachlass
„Die Städtische Galerie Wolfsburg bietet gute Voraussetzungen, um den Nachlass langfristig zu bewahren, wissenschaftlich aufzuarbeiten und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, betont Kulturdezernent Kai-Uwe Hirschheide. „Gleichzeitig entstehen wertvolle Synergien in den Bereichen Museologie, Architektur, Vermittlung und Präsentation.“
Mit der vorgesehenen Übernahme des Nachlasses möchte die Stadt Wolfsburg zugleich die Bedeutung von Schloss Wolfsburg als Ort von Kunst und Kultur weiter stärken. Die Verwaltung soll beauftragt werden, die notwendigen Schritte zur weiteren Konkretisierung und Vorbereitung der Umsetzung auszuarbeiten. Eine finale Beschlussvorlage zur Umsetzung soll dem Rat der Stadt Wolfsburg später vorgelegt werden.
Über das Werk Heinrich Heidersbergers
Heinrich Heidersberger gilt als einer der bedeutendsten Pioniere der Architektur- und Industriefotografie. Mit seinen Arbeiten dokumentierte er über Jahrzehnte hinweg das Entstehen und Wachsen Wolfsburgs als bedeutenden Industriestandort in Niedersachsen. Sein umfangreiches Fotoarchiv befindet sich derzeit im Schloss Wolfsburg und besitzt eine hohe zeitgeschichtliche sowie identitätsstiftende Bedeutung für die Stadt. Bereits 2002 wurde zur Wahrung, Sicherung und wissenschaftlichen Aufarbeitung des Lebenswerks das Institut Heidersberger gegründet. Seit 2003 wird die Einrichtung institutionell durch die Stadt Wolfsburg gefördert. Eigentümer des Nachlasses ist Benjamin Heidersberger, Sohn des Künstlers und Geschäftsführer der Institut Heidersberger gGmbH. Er strebt aus persönlichen Gründen eine Übergabe des Nachlasses zur Nutzung an die Stadt Wolfsburg an.

