Klinikum Wolfsburg erhält Gütesiegel für Gefäßmedizin

Die Gefäßchirurgie wurde als einzige Einrichtung der Region mit der RAL-Zertifizierung für die Behandlung von Aortenaneurysmen sowie Arterien- und Venenerkrankungen ausgezeichnet.

RAL-Zertifizierungen sind Nachweise für die medizinische Qualität der Gefäßchirurgie: Oberarzt Wojciech Haratym (li.), Oberärztin Dr. Nicole Osterbrink (Mi.), Chefarzt Prof. Dr Tomislav Stojanovic (re.).
RAL-Zertifizierungen sind Nachweise für die medizinische Qualität der Gefäßchirurgie: Oberarzt Wojciech Haratym (li.), Oberärztin Dr. Nicole Osterbrink (Mi.), Chefarzt Prof. Dr Tomislav Stojanovic (re.). | Foto: Thorsten Eckert

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Wolfsburg. Wenn die Hauptschlagader erweitert ist, die Beine beim Gehen schmerzen oder Venen Probleme bereiten, zählt vor allem eines: eine schnelle und hochwertige medizinische Versorgung. Patienten erhalten diese in der Gefäßchirurgie im Klinikum Wolfsburg. Die Klinik ist erneut nach den anspruchsvollen Kriterien der RAL-Gütegemeinschaft für die Behandlung von Aortenaneurysmen sowie Arterien- und Venenerkrankungen zertifiziert worden – als einzige in Südostniedersachsen, teilt das Klinikum in einer Presseinformation mit.



Was auf den ersten Blick nach einer Formalität klingt, habe für Patientinnen und Patienten eine ganz praktische Bedeutung. Denn die Auszeichnung bestätige, dass Diagnostik, Behandlung und Nachsorge nach klar definierten Qualitätsstandards erfolgen. „Die Zertifizierung ist eine wichtige Bestätigung unserer täglichen Arbeit und unseres Anspruchs, Patientinnen und Patienten mit Gefäßerkrankungen umfassend, sicher und nach überprüften Qualitätsstandards zu behandeln“, sagt Chefarzt Prof. Dr. Tomislav Stojanovic. Gerade bei Erkrankungen wie Aortenaneurysmen oder Durchblutungsstörungen der Beine komme es auf Erfahrung, eingespielte Abläufe und die individuell passende Therapie an.

Beschwerden lindern, Mobilität erhöhen


Zu den häufigsten Krankheitsbildern gehören verengte oder verschlossene Arterien, Venenerkrankungen sowie krankhafte Erweiterungen der Hauptschlagader, Aortenaneurysmen. Auch Menschen mit der sogenannten Schaufensterkrankheit, der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) würden von der spezialisierten Versorgung profitieren. Die Erkrankung mache sich oft durch Schmerzen in den Beinen beim Gehen bemerkbar und könne unbehandelt schwerwiegende Folgen haben.

Ziel der Behandlung sei es, die Beschwerden zu lindern, die Mobilität zu erhalten und Komplikationen möglichst zu vermeiden. Dazu gehören unter anderem schlecht heilende Wunden, Gefäßverschlüsse oder sogar Amputationen. Entscheidend sei dabei das Zusammenspiel verschiedener Fachrichtungen sowie eine engmaschige Betreuung der Betroffenen.

Mehr, als eine Auszeichnung


Die RAL-Zertifizierung bestätige genau diese Strukturen. Geprüft werden unter anderem die fachliche Qualifikation, die Organisation der Behandlungsabläufe, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die kontinuierliche Qualitätssicherung. „Gefäßerkrankungen sind häufig komplex und betreffen oft ältere oder mehrfach erkrankte Menschen. Umso wichtiger ist eine Versorgung, die fachlich spezialisiert, gut organisiert und zugleich patientennah ist“, betont Prof. Dr. Stojanovic.

Mit der RAL-Zertifizierung festige die Gefäßchirurgie im Klinikum Wolfsburg ihre Rolle als wichtiger Anlaufpunkt für Menschen mit Gefäßerkrankungen in der Region. Klinikumsdirektor André Koch betont: „Diese unabhängige Zertifizierung ist weit mehr als eine einfache Auszeichnung. Sie ist eine überzeugende externe Bestätigung für die hohe medizinische Qualität und Behandlungskompetenz unserer Gefäßchirurgie und macht diese deutlich sichtbar.“

Die Gefäßchirurgie im Klinikum Wolfsburg behandelt jährlich rund 1.000 Patientinnen und Patienten. Sie ist eine Spezialklinik für offene und endovaskuläre Gefäßchirurgie. Schwerpunkte sind neben der Behandlung der Schaufensterkrankheit (pAVK) und von Aortenaneurysmen, die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Halsschlagaderverengungen zur Vermeidung von Schlaganfällen sowie die Therapie nach Schlaganfällen - sowohl als Operation als auch mittels Stents.