Wolfsburg. Das Klinikum Wolfsburg hat sein Behandlungsspektrum für Patientinnen und Patienten mit Vorhofflimmern um eine hochmoderne Therapie erweitert: Als eines der wenigen Krankenhäuser in Deutschland setzt das Herzteam den neuen Varipulse Pro-Katheter für die sogenannte Pulsed-Field-Ablation (PFA) ein. Das innovative Verfahren bringt modernste Herzmedizin direkt nach Wolfsburg und ermöglicht eine besonders schonende sowie zugleich deutlich schnellere Behandlung von Herzrhythmusstörungen, wie das Klinikum in einer Pressemitteilung berichtet.
Die PFA nutze kurze elektrische Impulse, um krankhaftes Herzgewebe gezielt zu behandeln. Im Gegensatz zu herkömmlichen Ablationsverfahren, die mit Hitze oder Kälte arbeiten, wirke die Technologie selektiv auf die Herzmuskelzellen. Das umliegende Gewebe – beispielsweise Blutgefäße, Nerven oder die Speiseröhre – werde dabei weitgehend geschont. Dadurch könne das Risiko für bestimmte Begleitverletzungen reduziert werden.
Kürzere Behandlungsdauer
Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist laut Klinikum die deutlich kürzere Behandlungsdauer. Eingriffe, die bislang häufig zwei bis drei Stunden dauerten, können mit dem neuen System in vielen Fällen bereits nach rund 20 Minuten abgeschlossen werden, weiß der Chefarzt der Medizinischen Klinik I Prof. Dr. Marco R. Schroeter: „Die verkürzte Eingriffszeit bedeutet eine geringere Belastung für die Patientinnen und Patienten und kommt insbesondere Menschen mit einem erhöhten Risiko zugute.“
Individuelle Entscheidung
Mit dem Varipulse-Pro-System erweitere die Kardiologie des Klinikums ihr Spektrum zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen um ein weiteres innovatives Verfahren, betont Priv.-Doz. Dr. Leonard Bergau, Sektionsleiter Rhythmologie der Medizinischen Klinik I: „Im Klinikum Wolfsburg steht uns die modernste Technik zur Verfügung, um unseren Patientinnen und Patienten eine individualisierte, effektive Therapie anbieten zu können.“ Ob eine Pulsed-Field-Ablation die geeignete Behandlung ist oder ein anderes Verfahren zur Behandlung zum Einsatz kommt, wird für jede Patientin und jeden Patienten individuell geprüft.
Wohnortnahe Versorgung
Mit der Einführung des Varipulse-Pro-Systems stärke das Klinikum Wolfsburg seine Kompetenz in der modernen Rhythmologie und investiere konsequent in innovative Medizintechnik, unterstreicht Klinikumsdirektor André Koch: „Unser Ziel ist es, den Menschen in der Region eine wohnortnahe Versorgung auf höchstem medizinischem Niveau zu bieten – mit individuell abgestimmten Therapien, möglichst kurzen Behandlungszeiten und größtmöglicher Schonung.“
Vorhofflimmern zählt zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen. Die Erkrankung kann Herzrasen, Luftnot oder Leistungsschwäche verursachen und erhöht das Risiko für einen Schlaganfall.

