Anschlag von Magdeburg - Urteil gegen Attentäter ist gefallen

Bei dem Anschlag wurde auch ein Kind aus der Region getötet, weitere Personen wurden verletzt.

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Tatort nach Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt (Archiv)
Tatort nach Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Magdeburg. Der Attentäter von Magdeburg ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Außerdem wurde die besondere Schwere der Schuld festgestellt, eine anschließende Sicherungsverwahrung wurde allerdings lediglich vorbehalten, wie aus dem am heutigen Freitag verkündeten Urteil des Landgerichts Magdeburg hervorgeht. Das Gericht folgte damit weitgehend dem Antrag der Generalstaatsanwaltschaft.



Bei dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt hatte der heute 51-jährige Mediziner Taleb A., der aus Saudi-Arabien stammt, am Abend des 20. Dezember 2024 einen Pkw durch einen Rettungsweg auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt gesteuert und war mit hoher Geschwindigkeit durch die Menschenmenge gefahren. Dadurch wurden sechs Personen getötet und mindestens 323 weitere verletzt. Er wurde von der Polizei unmittelbar nach der Tat festgenommen.

Opfer aus der Region


Unter den Opfern befinden sich auch Menschen aus der Region. Ein neunjähriger Junge aus Warle im Landkreis Wolfenbüttel wurde getötet, ein weiterer Jugendlicher aus dem Landkreis Peine schwer verletzt. Auch Menschen aus dem Landkreis Helmstedt sollen laut Medienberichten unter den Verletzten gewesen sein.

Kosten gingen in die Millionen


Für das Verfahren mit rund 40 Verhandlungstagen hatte das Land Sachsen-Anhalt ein temporäres Gerichtsgebäude errichten lassen, die Kosten dafür gingen in die Millionen. Über 100 Zeugen und acht Sachverständige wurden gehört. Über 200 Geschädigte traten mit 40 Anwälten als Nebenkläger auf.