Berlin/München. Der Siemens-Konzern schafft im Rahmen seines "One Tech Company"-Programms offenbar hunderte Chef-Titel ab. CEO Roland Busch und der Vorstand informierten die betroffenen Manager am Donnerstagnachmittag in einem internen Call, berichtet das "Handelsblatt" (Freitagausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise.
Die Betroffenen sollen demnach zumeist neue Titel wie zum Beispiel "Head of ..." oder "Managing Director" erhalten. Intern gilt das Thema als heikel, weil viele Manager an ihrem Titel hängen, hieß es. Doch gebe es bei Siemens allein rund 300 CEOs und CFOs in Geschäftseinheiten und Landesorganisationen.
Der Konzern sei aber kein Konglomerat mit vielen kleinen Reichen mehr, sondern werde ein integrierter Technologiekonzern, hieß es in Unternehmenskreisen. Dieser kulturelle Wandel müsse auch auf der Topebene gelebt werden. Busch sagte in dem Call laut Teilnehmern, diese Veränderung sei Teil von etwas Größerem. Sie sei Teil eines umfassenden kulturellen Wandels, vielleicht der größten Transformation, die Siemens jemals durchlaufen habe: der Entwicklung zu einer "One Tech Company".
Die neue Siemens-Struktur soll am 1. Oktober an den Start gehen. Viele Manager wissen laut Bericht noch nicht, was künftig ihr Titel und ihre Aufgaben sind. Dies hat in den vergangenen Wochen für Unruhe in dem Traditionsunternehmen gesorgt.
Bericht: Siemens schafft hunderte Chef-Titel ab
Der Siemens-Konzern schafft im Rahmen seines "One Tech Company"-Programms offenbar hunderte Chef-Titel ab.
Siemens (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur
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