100 Kilo Herz im Westand – Punk mit Haltung, Herz und heftigem Druck

Am gestrigen Freitag die Leipziger Band !100 Kilo Herz" den Westand zum Beben.

100 Kilo Herz brachte den Westand zum Beben.
100 Kilo Herz brachte den Westand zum Beben. | Foto: Stefan Stümpel

Braunschweig. Die Konzertbesucher haben am Freitagabend gespürt, warum 100 Kilo Herz längst zu den spannendsten Stimmen im deutschsprachigen Punk gehören. Die Leipziger Band, die seit 2016 mit ihrer Mischung aus Punkrock, Ska‑Elementen und politischer Klarheit unterwegs ist, brachte den Westand zum Beben – und das mit einer Wucht, die man nicht nur hörte, sondern körperlich spürte.



Die sechs Musiker, bekannt für ihre energiegeladenen Liveshows und Texte, die Haltung zeigen, lieferten ein Set, das zwischen druckvollen Gitarren, treibenden Drums und dem charakteristischen Saxophon-Sound pendelte. Songs über Zusammenhalt, Zweifel, Wut und Hoffnung trafen auf ein Publikum, das jede Zeile mitsang und jede Bewegung der Band spiegelte.

Ein Feuerwerk von Farben und Klängen


100 Kilo Herz bot eine tolle Show.
100 Kilo Herz bot eine tolle Show. Foto: Stefan Stümpel


Die Lichtshow tat ihr Übriges: farbige Strahlen, die durch den Nebel schnitten, ein Bühnenbild, das die Band groß und präsent wirken ließ, und eine Atmosphäre, die zwischen Konzert und kollektiver Befreiung schwankte. 100 Kilo Herz zeigten sich nahbar, leidenschaftlich und mit einer Bühnenpräsenz, die verdeutlichte, warum sie in der Szene längst fest verankert sind.


Philipp Boa and the Voodooclub


Wer nach diesem Abend noch Energie übrig hat, sollte sich den 24. April vormerken. Dann kehrt Philipp Boa and the Voodooclub in den Westand zurück – ein Künstler, der seit Jahrzehnten zwischen Indie, Avantgarde und Art-Pop eigene Welten erschafft. Ein Konzert, das anders wird als 100 Kilo Herz, aber ebenso intensiv, nur auf einer schillernd-poetischen Ebene.