Blutspuren in Braunschweig: Ein Treffen mit dem Rechtsmediziner

Prof. Dr. Klaus Püschel rekonstruiert wahre Kriminalfälle, an deren Aufklärung er selbst beteiligt war.

Prof. Dr. Klaus Püschel berichtet von seiner Arbeit.
Prof. Dr. Klaus Püschel berichtet von seiner Arbeit. | Foto: TEXTONIA GmbH

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Braunschweig. Am 6. November kommt mit Prof. Dr. Klaus Püschel einer der renommiertesten Rechtsmediziner Deutschlands nach Braunschweig. Im Westand rekonstruiert er wahre Kriminalfälle, an deren Untersuchung und Aufklärung er selbst beteiligt war. Über das "Blutspuren Event" berichten die Veranstalter in einer Pressemitteilung.



Was verrät ein Leichnam über die letzten Minuten eines Menschen? Wie lassen sich Tathergänge rekonstruieren, Todesursachen zweifelsfrei bestimmen und Täter noch nach Jahrzehnten überführen? Antworten auf diese Fragen gibt Prof. Dr. Klaus Püschel Anfang November im Westand. Moderiert wird der True-Crime-Abend von Dr. Tino Grosche.

Serienmorde und Sexualstraftaten


Das Besondere an diesem Live-Event: Püschel berichtet nicht über Fälle aus zweiter Hand. Sämtliche Verbrechen, die an diesem Abend zur Sprache kommen, hat er als Rechtsmediziner selbst untersucht oder begleitet. Dabei geht es um Serienmorde und Sexualstraftaten, um Cold Cases, überraschende Wendungen und Menschen, die zu Unrecht unter Verdacht gerieten oder verurteilt wurden.

Anschaulich rekonstruiert Püschel ausgewählte Fälle und zeigt, wie rechtsmedizinische Untersuchungen entscheidende Spuren liefern können. Das Publikum erfährt, wie selbst kleinste Verletzungen Hinweise auf den Tathergang geben, warum der erste Eindruck mitunter täuscht und wie wissenschaftliche Erkenntnisse zur Überführung eines Täters beitragen. So entsteht ein ebenso spannender wie fundierter Einblick in die reale Arbeit der Rechtsmedizin – ohne Spekulationen, dafür mit der Erfahrung eines Mannes, der seit Jahrzehnten zu den profiliertesten Forensikern Deutschlands zählt.

Obduktion von Uwe Barschel


Prof. Dr. Klaus Püschel leitete viele Jahre das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Im Laufe seiner Karriere war er an zahlreichen Fällen beteiligt, die bundesweit für Aufsehen sorgten. Gemeinsam mit Werner Janssen nahm er 1987 die Nachobduktion des verstorbenen Politikers Uwe Barschel vor. Er war Gutachter im Fall Kachelmann, in die Ermittlungen zu den Göhrde-Morden eingebunden und untersuchte den Leichnam des Reemtsma-Entführers Wolfgang Koszics.

Auch international war Püschel als Forensiker tätig, unter anderem im Kosovo, in Ägypten, Syrien, Benin und Ruanda. Im Murambi Genocide Memorial wirkte er an der Bewahrung des Gedenkens an die Opfer des Völkermordes von 1994 mit. Für seine Verdienste wurde er zum Ehrenkommissar der Hamburger Polizei ernannt. Zudem gehört er der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina an.

Der Veranstaltungsort liegt am Westbahnhof 13. Beginn ist um 19.30 Uhr. Tickets und weitere Informationen gibt es hier.

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