Darum wollen diese Forscher derzeit wissen, was die Braunschweiger essen

Eine Studie blickt auf das Essverhalten in der Löwenstadt. Mitarbeiter eines nationalen Instituts nehmen derzeit Kontakt zu Braunschweigern auf.

Symbolfoto.
Symbolfoto. | Foto: Pixabay

Braunschweig. Noch bis zum 3. Mai ist das Nationale Ernährungsmonitoring (nemo) in Braunschweig. Damit erfasst das Max Rubner-Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat ab April den Lebensmittelverzehr der Menschen in Deutschland.



Braunschweig wurde laut einer Pressemitteilung des Instituts nach einem Zufallsverfahren für die Beteiligung an der nemo-Studie ausgewählt, wobei Kriterien wie Bevölkerungsdichte und Gemeindegröße eine Rolle spielten. Damit ist Braunschweig einer von 120 Orten in Deutschland, an denen die Daten erhoben werden.

Nemo will wissen, was die Braunschweiger essen


Mit nemo soll erforscht werden, was die Menschen in Deutschland essen und wie gut sie mit wichtigen Nährstoffen versorgt sind. Dazu werden bundesweit mehr als 3.000 Personen zwischen 18 und 80 Jahren befragt und untersucht. Die zufällig ausgewählten Studienteilnehmer in Braunschweig werden aus dem Adressregister des Einwohnermeldeamtes gezogen und erhalten ein Einladungsschreiben.

„Die Stichprobe steht stellvertretend für alle 18- bis 80-Jährigen in ganz Deutschland“, erklärt Prof. Dr. Tanja Schwerdtle, Präsidentin des Max Rubner-Instituts. „Damit später zuverlässige Aussagen für die Gesamtbevölkerung getroffen werden können, ist es wichtig, dass möglichst viele der Eingeladenen mitmachen.“

Für die Durchführung der Studie sei laut Pressemitteilung des Max Rubner-Instituts die Firma Oracle Life Sciences beauftragt. Wer teilnimmt, wird persönlich und telefonisch interviewt sowie körperlich untersucht. Im Auftrag von Oracle Life Sciences sind dafür Mitarbeiter der Infratrend Forschung GmbH in Braunschweig unterwegs, denn die Befragungen und Messungen finden größtenteils bei den Studienteilnehmern zu Hause statt. Die Teilnehmer erhalten anschließend ihre individuellen Laborwerte und eine detaillierte Rückmeldung zu ihrem persönlichen Versorgungsstatus. Zusätzlich gibt es eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 55 Euro.

Für Politik und Wissenschaft sind verlässliche Informationen über die Ernährungssituation der Menschen besonders wichtig, etwa als Basis für ernährungspolitische Entscheidungen. Somit leisten die Studienteilnehmer in Braunschweig einen wichtigen Beitrag für Forschung und Gesellschaft. Die Ergebnisse der nemo-Studie ermöglichen es, die aktuelle Ernährungssituation der Erwachsenen in Deutschland fundiert einzuordnen. Damit schließt das Nationale Ernährungsmonitoring die Datenlücke zur letzten vergleichbaren Erhebung, der Nationalen Verzehrsstudie II, die rund 20 Jahre zurückliegt.