Braunschweig. Schon vor über zehn Jahren wurde angekündigt, im Baugebiet „Vor den Hörsten“ in Waggum einen Bolzplatz zu errichten. Nach endlosen Verzögerungen und Problemen - unter anderem mit dem Lärmschutz - soll es nun endlich so weit sein. Allerdings ist inzwischen von einem Spiel- und Jugendplatz die Rede. Wie die CDU-BIBS-FDP-Gruppe im Stadtbezirksrat Wabe-Schunter-Beberbach in einer Pressemeldung mitteilt, habe die Stadt für Mitte Mai einen "feierlichen Spatenstich mit Oberbürgermeister Kornblum" angekündigt. Die Stadt bestätigt dies.
Bereits seit geraumer Zeit steht vor Ort ein Bauschild, das auf einen Baustart im Herbst 2025 hinweist. Seitens der CDU-BIBS-FDP-Gruppe hat man hierzu eine klare Meinung: "Die Bilder sprechen eine deutliche Sprache: Während auf der Bautafel seit Herbst 2025 der Start des Spiel- und Jugendplatzes `Vor den Hörsten´ angekündigt ist, zeigt die Fläche vor Ort bis heute vor allem Stillstand. Nach rund neun Jahren Planung, zahlreichen Verzögerungen und unzureichender Kommunikation gegenüber den Anwohnerinnen und Anwohnern fehlt es weiterhin an sichtbaren Fortschritten."
Mit dem eigenen Auto
Und Stadtbezirksratsmitglied Michael Berger (CDU) wird im Anschreiben an die Redaktion noch deutlicher: "Die mit dem Baugebiet angekündigte Krippe, ist leider bis heute nicht da und die Kinder, die beim Einzug in das Baugebiet den Spielplatz gebraucht hätten, können diesen dann mit dem eigenen Pkw besuchen."
Die Stadtverwaltung bestätigt auf Anfrage zunächst den symbolischen Akt. "Im Mai erfolgt der symbolische erste Spatenstich im Rahmen eines kleinen Festes", teilt Pressesprecher Rainer Keunecke mit. Vorbereitende Arbeiten für den Spielplatz hätten bereits begonnen. Über den genauen Termin und den Zeitplan werde man zeitnah informieren.
Ausschreibung wurde wiederholt
Doch warum ist es nicht zum Baustart im Herbst letzten Jahres gekommen? "Weil die Ausschreibung kein Angebot ergab. Darüber wurde der Stadtbezirksrat öffentlich informiert. Die Ausschreibung musste daher wiederholt werden, diesmal erfolgreich", so Keunecke.
Kein Bedarf für Krippe
Die damals angekündigte Krippe ist dagegen nicht mehr geplant. Offenbar gibt es keinen Bedarf. "Aufgrund der Angebots- und Auslastungssituation der Betreuungseinrichtungen im Norden Braunschweigs bestand kein Bedarf für den Bau einer neuen Kindertagesstätte auf dem betreffenden Grundstück `Vor den Hörsten´", so Keunecke abschließend.

