Digitale Transformation der Verwaltung: Stadt legt Innovationsstrategie vor

Die Stadtverwaltung sieht in innovativen Technologien Potenzial, um moderne Dienstleistungen für die Bürger zu verbessern.

Symbolbild.
Symbolbild. | Foto: pixabay

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen

Braunschweig. Unter der Überschrift "Digitale Transformation der Verwaltung durch KI, Cloud und Daten" schlägt die Stadt Braunschweig dem Rat eine Innovationsstrategie zur Beschlussfassung vor. Sie formuliere konkrete Schritte und Inhalte, wie moderne digitale Technologie für die effiziente und bürgerfreundliche Verwaltung eingesetzt werden kann, wie es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung heißt.



"Die Zukunft der Verwaltung ist digital", sagt Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum. "Innovative Technologien gewinnen für die digitale Transformation der Verwaltung zunehmend an Bedeutung. Sie sind für uns kein Selbstzweck, sondern bieten das Potenzial, moderne Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger leichter, effektiver und schneller bereitzustellen. Verwaltungsprozesse können optimiert, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlastet werden." Zugleich, so der OB weiter, erfordere ihr Einsatz eine abgestimmte Betrachtung technologischer, organisatorischer und rechtlicher Anforderungen.

Drei Teilbereiche


Beim Thema KI sollen konkrete Pilotprojekte und der Aufbau von Kompetenzen im Mittelpunkt stehen. Vorgesehen seien unter anderem interne KI-Assistenten, Unterstützung bei der Antragsbearbeitung und die automatisierte Transkription von Gremiensitzungen. Für Bürgerinnen und Bürger werde der Webseiten-Chatbot weiterentwickelt und eine KI-Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen geprüft. Schulungen und eine Dienstvereinbarung sollen einen einheitlichen und verantwortungsvollen Einsatz sicherstellen.

Für den Einsatz von Cloud-Lösungen werde ein verbindlicher strategischer und organisatorischer Handlungsrahmen erarbeitet, der insbesondere Anforderungen an IT-Sicherheit, Datenschutz und digitale Souveränität festlege. Parallel sollen Kollaborationsplattformen für gemeinsames Arbeiten, Kommunikation und Workflows pilotiert, Beschäftigte rollenbezogen qualifiziert und eine cloudbasierte Lösung für das Personal- und Organisationsmanagement eingeführt werden.

Zentrale Datendrehscheibe


Im Bereich Daten stehe der Aufbau einer urbanen Datenplattform als zentrale Datendrehscheibe im Mittelpunkt. Sie soll Datensilos verbinden und Geo-, Statistik-, Echtzeit- und Sensordaten über offene Standards und Schnittstellen integrieren. Darauf aufbauend sollen digitale Zwillinge für Klima, Verkehr und Stadtplanung entwickelt werden. Datengovernance, ein Metadatenkatalog, Self-Services für den Datenabruf und ein erweitertes Open Data-Angebot sollen die Qualität und Auffindbarkeit von kommunalen Daten verbessern.

Rat entscheidet noch diesen Monat


Darüber hinaus formuliere die Strategie grundlegende Prinzipien für Innovationsprojekte. Dazu zählen Datensicherheit, IT-Sicherheit, digitale Souveränität, Barrierefreiheit, Gleichstellung und Diskriminierungsfreiheit. Nach Vorberatungen im Ausschuss für Finanzen, Personal und Digitalisierung sowie im Verwaltungsausschuss entscheidet der Rat in seiner Sitzung am 29. September über die Strategie.

Themen zu diesem Artikel


Bürgermeister Bürgermeister Braunschweig