Diskussionsrunde: "Wenn das Leben nicht ins Format passt"

von Sandra Zecchino


Dr. Burkhard Wiegel, 1. Vorsitzender des Behindertenbeirats der Stadt Braunschweig, Stephan Lemke, Geschäftsführer der Stadthalle Braunschweig Betriebsgesellschaft mbH, Dr. Hinrich Köhler, Chefarzt Chirurgische Klinik HEH und Stellvertrender Leiter des Darmkrebszentrums, Dr. Carola Reimann, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Carsten Gebhardt, Betroffener und Moderatorin Jennifer Haacke. Foto: Sandra Zecchino
Dr. Burkhard Wiegel, 1. Vorsitzender des Behindertenbeirats der Stadt Braunschweig, Stephan Lemke, Geschäftsführer der Stadthalle Braunschweig Betriebsgesellschaft mbH, Dr. Hinrich Köhler, Chefarzt Chirurgische Klinik HEH und Stellvertrender Leiter des Darmkrebszentrums, Dr. Carola Reimann, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Carsten Gebhardt, Betroffener und Moderatorin Jennifer Haacke. Foto: Sandra Zecchino

Braunschweig. Bei öffentlichen Veranstaltungen wird die Taschengröße immer häufiger auf das DIN A4 Format eingeschränkt, teilweise sogar bereits auf DIN A5. Für viele ist das allgemein schon ein Problem, das noch größer für chronisch Kranke ist, die medizinischen Mittel benötigen. Diese Problematik war am heutigen Mittwoch Thema bei einer Diskussionsrunde.


Im zertifizierten Darmkrebszentrum Herzogin Elisabeth Hospital trafen sich Dr. Carola Reimann, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Stephan Lemke, Geschäftsführer der Stadthalle Braunschweig Betriebsgesellschaft mbH, Carsten Gebhardt, Betroffener, Dr. Burkhard Wiegel, 1. Vorsitzender des Behindertenbeirats der Stadt Braunschweig und Dr. Hinrich Köhler, Chefarzt Chirurgische Klinik HEH und Stellvertrender Leiter des Darmkrebszentrums, um die Thematik am Beispiel der Stomaträgern zu erörtern.

Gebhardt berichtete von seinen Erfahrungen. So müsse er zum Beispiel im Stadium seine Medikamente am Eingang abgeben, während andere chronisch Kranke, wie Diabetiker kein Problem hätten, ihre Spritze mit an den Platz zu nehmen. Die Problematik sei die unterschiedliche Akzeptanz der Erkrankungen. Um die Situation für die Betroffenen zu erleichtern setze Lemke auf Mitarbeiterschulungen. Doch diese müssten - und würden - immer wiederholt werden, um weiter zu sensibilisieren. Er hofft, dass sich die Situation für die Betroffenen zukünftig verbessere.

Zusätzlich betonte Lemke, dass gar nicht die Angst vor "eingeschleusten Bomben" Grund für die Beschränkung der Taschengröße sei. Wenn jemand etwas einschleusen wolle, bekäme er es auch in kleineren Taschen hin. Damit sollen unbeaufsichtigte Gepäckstücke verhindert werden, die sonst zum Abbruch der Veranstaltung führen könnten.


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