Er bekommt den Hauptpreis des Braunschweiger Filmfestivals 2026

Das Braunschweig International Film Festival feiert in diesem Jahr 40. Jubiläum. Zu sehen gibt es rund 200 Filme. Verschiedene Veranstaltungen begleiten das Programm.

Der deutsche Schauspieler August Diehl erhält den Hauptpreis Die Europa.
Der deutsche Schauspieler August Diehl erhält den Hauptpreis Die Europa. | Foto: Jeff Mangione

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Braunschweig. Zur 40. Ausgabe des Braunschweig International Film Festival (BIFF) erwartet die Besucher ein hochgespicktes Programm. Das diesjährige Eröffnungsfilmkonzert "La La Land in Concert" bringt Hollywood nach Braunschweig. Mit der Sonderreihe "Ü40 – Lieblinge aus fünf Dekaden Filmfest" wirft das Filmfest einen Blick in die bisherigen Jahrzehnte des BIFF. Der höchstdotierte Preis "Die Europa" geht an August Diehl. Das berichtet das BIFF in einer Pressemitteilung.



In diesem Jahr gibt es beim BIFF gleich mehrere Anlässe zum Feiern. Das Festival feiert seine 40. Ausgabe und läutet diese mit einem fulminanten Eröffnungsfilmkonzert ein. Der Musicalfilm "La La Land" feiert passend dazu dieses Jahr seinen zehnten Geburtstag und wird bei der Eröffnung des Filmfests gemeinsam mit dem Staatsorchester Braunschweig als Deutschlandpremiere "La La Land in Concert" präsentiert.

„Filme, die Mut machen“


Passend zur ausgelassenen Stimmung vom Eröffnungsfilmkonzert möchte das BIFF in diesem Jahr die positiven Seiten unserer Welt in den Mittelpunkt rücken. Die Filmreihe Internationale Dokumentarfilme steht in diesem Jahr unter dem Motto „Filme, die Mut machen“. Zu diesen krisengeschüttelten Zeiten möchte das BIFF Menschen zeigen, die sich nicht mit der Situation abfinden, sondern kämpfen – ums Überleben, um ein besseres Leben, um ihre Rechte, um Veränderung. In diesen Dokumentationen stehen die Mutmacher der Gesellschaft im Fokus.

"Die Europa" für August Diehl


Mehr als 50 Produktionen umfasst seine Filmografie: August Diehl sei bekannt für seine künstlerische Ernsthaftigkeit, mit der er seinen Figuren eine glaubwürdige Komplexität verleiht. Er hinterlässt durch sein Spiel einen bleibenden Eindruck und beherrscht es wie kein Zweiter, die inneren Konflikte der Figuren nach außen sichtbar zu machen. Für diese Leistung wurde Diehl in diesem Jahr erneut mit dem Deutschen Filmpreis geehrt.

Im BIFF Pop Up Space (v. li.): Thorsten Rinke (BIFF), Maria-Rosa Berghahn (SBK), Tobias Wolff (Staatstheater Braunschweig), Stefan Voges (VWFS), Karina Gauerhof (BIFF) und Anke Hagenbüchner-Sobiech (BIFF).
Im BIFF Pop Up Space (v. li.): Thorsten Rinke (BIFF), Maria-Rosa Berghahn (SBK), Tobias Wolff (Staatstheater Braunschweig), Stefan Voges (VWFS), Karina Gauerhof (BIFF) und Anke Hagenbüchner-Sobiech (BIFF). Foto: Simone Hobrecht Fotografie


Bereits bei seinem Filmdebüt in "23 – Nichts ist so wie es scheint" (Regie: Tom Schreiber), der bereits 1998 auf dem 12. Braunschweig International Film Festival lief, zeigte er sein Können deutlich und erhielt für diese Arbeit ebenfalls den Deutschen Filmpreis. Seit Jahren arbeitet Diehl auch international, sowohl in europäischen als auch in US-Produktionen, wobei zum Beispiel Quentin Tarantinos "Inglorious Basterds" und "Salt" (Regie: Phillip Noyce) zu den bekanntesten zählen.

Die Festivalbesucher haben die Möglichkeit, sich selbst ein Bild vom Schauspieler zu machen. Am Samstag, 14. November, um 15:30 Uhr ist Diehl für ein ausgiebiges Filmgespräch vor Ort und wird auch seinen neuesten Film "Schöne Seelen" von Tom Schreiber vorstellen, der Ende November in die deutschen Kinos kommen wird. Die Europa wird August Diehl noch am selben Abend um 19:30 Uhr bei der Preisverleihung im Großen Haus des Staatstheaters Braunschweig entgegennehmen. Der Hauptsponsor des Festivals, Volkswagen Financial Services (VWFS), stiftet auch in diesem Jahr das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro.

Ein Rückblick auf 40 Jahre


Das Braunschweig International Film Festival geht dieses Jahr in seine 40. Auflage. Ein Grund für den Verein hinter dem Festival, einen Blick in die vergangenen Jahre zu werfen. Mit der Filmreihe "Ü40 – Lieblinge aus 5 Dekaden Filmfest" können sich die Besucher auf eine filmische Rückschau aus den Jahren zwischen 1989 und 2023 begeben.

In diesem Jahr vergibt das 40. Braunschweig International Film Festival Preisgelder im Gesamtwert von 65.500 Euro. Die Preisverleihung findet am Samstag, 14. November, um 19:30 Uhr im Großen Haus des Staatstheaters Braunschweig statt. Die NDR Kultur Moderatorin Muschda Sherzada wird auch in diesem Jahr wieder durch den Abend führen.

Drei Weltpremieren im Programm


Das Festival hat neben den rund 200 Filmen – darunter drei Weltpremieren, zwei europäische Premieren und 46 Deutschlandpremieren – erneut zahlreiche Sonderveranstaltungen zu bieten. Der Diversity Salon lädt erneut zu einem Podiumsgespräch ein. Türkân Deniz-Roggenbuck, von der Agentur Kulturton, und Manja Liehr beschäftigen sich nach der Filmvorführung der Romanverfilmung "Identitti" (Regie: Randa Chahoud) mit der Frage: „Wer entscheidet, wer ich sein darf?“ Zudem dient das Podiumsgespräch als Live-Abschlussfolge des Podcasts des Duos „In Ablas Namen. Amen“.

Identität ist ebenfalls ein Thema im Panaltalk, am Donnerstag, 12. November. Um 17:15 Uhr wird im Roten Saal, anschließend an die Filmvorführung von "What´s up Extremists!" in Kooperation mit dem Verein für sexuelle Emanzipation e.V., der Talk „Gründe für eine Flucht ins Exil und für oder gegen das Leben in Deutschland“ stattfinden. Die Kernfrage: Ist Deutschland noch als Zielland erstrebenswert, oder verwandelt sich das Land selbst auch in einen Startpunkt zur Flucht? Dies wird im Hinblick auf die Diskriminierung und Unterdrückung nicht heteronormativer Lebensweisen diskutiert.

Wann gibt es Karten?


Am 28. Oktober startet vor Ort und online um 14 Uhr der Vorverkauf für die Vorführungen und Veranstaltungen des 40. Braunschweig International Film Festival. Übrigens: Schon jetzt lädt das BIFF zu zahlreichen Sonderveranstaltungen in den erstmaligen BIFF Pop Up Space! Mehr Informationen und aktuelle Hinweise zum Festival gibt es auch auf www.filmfest-braunschweig.de, tagesaktuelle Hinweise auf den Social-Media-Kanälen des Festivals.