Braunschweig. Für die Bereiche Weststadt und das westliche Ringgebiet wird ein neuer Ortsteilfriedhof gebaut. Bis zur Umsetzung sei es ein langer Weg gewesen, sagte Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum jetzt beim Baustart am heutigen Donnerstag laut einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. "Umso mehr freue ich mich, dass diese Lücke bei der Versorgung mit Friedhofsflächen für die Menschen im Westen der Stadt nun geschlossen werden kann."
Die ersten Begräbnisse auf dem neuen Friedhof könnten laut Einschätzungen der Verwaltung voraussichtlich ab dem Frühjahr 2027 stattfinden. Dabei sollen alle gängigen Bestattungsarten angeboten werden.
Friedhofsflächen fehlen
In dem Einzugsgebiet der Weststadt mit rund 30.000 Einwohnern fehle seit Jahrzehnten ein entsprechender Friedhof, auch um umliegende kleinere Ortsteilfriedhöfe zu entlasten und um Hinterbliebenen eine stadtteilnahe Friedhofsfläche anbieten zu können. Es gibt in Braunschweig bisher 16 Ortsteilfriedhöfe in städtischer Verwaltung.
22.000 Quadratmeter große Fläche geplant
Geplant ist in der Weststadt jetzt eine Anlage mit einer Größe von rund 22.000 Quadratmetern, die auch eine Feierhalle in Modulbauweise mit Platz für 60 Personen und ein Nebengebäude umfassen soll. Insgesamt stehen für die Einrichtung des neuen Friedhofs zwei Millionen Euro zur Verfügung.
Sieht man von vereinzelten Erweiterungen bestehender Ortsteilfriedhöfe ab, so ist der Bau des Westfriedhofs der erste Neubau eines städtischen Friedhofs seit der Erschließung des neuen Teils des Stadtfriedhofs Anfang der 1970er Jahre in Braunschweig.
In einem ersten Schritt wird die grundlegende Infrastruktur geschaffen und eine Grundbepflanzung angelegt. Dazu zählen vor allem die Hauptwege, die Außeneinfriedung entlang der Grundstücksgrenze und der Bau unter anderem der Feierhalle, des Nebengebäudes mit sogenanntem "Pastorenzimmer", Lagerraum und einer Toilette, sowie die Einrichtung von Wasserzapfstellen und eines Besucherparkplatzes.
Etwa 120 Bäume werden gepflanzt, sowie 131 Solitärgehölze und 1.450 Sträucher. Die zukünftigen Bestattungsflächen werden zunächst temporär als Bienennährflächen eingesät und entwickelt. Damit werden auch die ökologischen Potenziale der Fläche im Sinne der Biodiversität genutzt, teilt die Stadt mit.

