Braunschweig. Der Weg ist frei für eine neue Kindertagesstätte in der Weststadt. Der Verwaltungsausschuss der Stadt Braunschweig hat jetzt das Raumprogramm der künftigen Kita Unstrutstraße beschlossen. So sollen dringend benötigte Betreuungsplätze in der Weststadt geschaffen werden. Zugleich handelt es sich um ein Pilotprojekt: Die Kita soll laut einer Pressemitteilung der Stadt in einer seriellen modularen Bauweise errichtet werden. Die Beschaffung übernehme demnach ein Totalunternehmer. Die Gesamtkosten werden auf eine maximale Summe von 10 Millionen Euro als Festpreisangebot festgelegt. Die entsprechende Ausschreibung soll in Kürze erfolgen.
In der Weststadt besteht ein großer Bedarf an zusätzlichen Kinderbetreuungsplätzen, teilt die Stadt mit. Im Vergleich zu anderen Stadtbezirken weist der Stadtteil den höchsten Fehlbedarf auf. Laut Kita-Kompass 2025/2026 fehlen 84 Krippen- und 63 Kindergartenplätze. Die Versorgungsquote liegt mit 31,1 Prozent im Krippenbereich und 93,5 Prozent im Kindergartenbereich deutlich unter den städtischen Zielvorgaben von 45 bzw. 102 Prozent.
Neue Betreuungsplätze in der Weststadt
"Ich freue mich sehr, dass die Politik unseren Plänen für die Schaffung neuer Betreuungsplätze in der Weststadt zugestimmt hat, die dringend benötigt werden. Wir haben eine Lösung gefunden, die den Bedarfen vor Ort, einer modernen Bauweise und den haushälterischen Anforderungen gerecht wird", sagt Dr. Christina Rentzsch, Dezernentin für Soziales, Schule, Gesundheit und Jugend. "Mit der neuen Kindertagesstätte Unstrutstraße verbessern wir die soziale Infrastruktur und die Voraussetzungen für Familien und Kinder im Stadtteil deutlich."
Die neue Kita wird Platz für drei Krippengruppen, eine Integrationsgruppe und eine Kindergartengruppe bieten und in direkter Nachbarschaft zu den bestehenden Einrichtungen Ilmenaustraße und Muldeweg errichtet. Dies ermöglicht Synergieeffekte im Kita-Alltag. Die Trägerschaft wird der Caritasverband Braunschweig als Ersatz für die in absehbarer Zeit abgängige Kita St. Kjeld im westlichen Ringgebiet übernehmen. Zusätzlich zu den drei bestehenden Gruppen wird das Platzangebot um zwei Gruppen ergänzt. Baubeginn soll 2028 sein, Fertigstellung 2030.
Das Raumprogramm der neuen Kita orientiert sich an den Vorgaben für Kita-Neubauten und wurde um einen abgeschlossenen Essbereich erweitert. Mit diesem 50 Quadratmeter großen Raum soll den Kindern nicht nur gesunde Ernährung nähergebracht werden, sondern sie sollen auch wichtige Sozial- und Alltagskompetenzen lernen.

